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St. Jakobi: Renoviertes Epitaph wurde feierlich präsentiert

Peine St. Jakobi: Renoviertes Epitaph wurde feierlich präsentiert

Peine. Nun ist die St.-Jakobi-Kirche komplett renoviert: Als letzter „dunkler Fleck“ ist jetzt auch das Epitaph des Curt von Schwichledt gesäubert und aufgearbeitet worden. Gestern wurde es in einem besonderen Gottesdienst der Gemeinde in neuem Glanz präsentiert.

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Harald Brandes begrüßte die Ehrengäste: (sitzend von links): Von-Schwicheldt-Nachfahre Jobst Lampe, Ulrich Graf von Hardenberg und Ulrike Gräfin von Hardenberg.

Quelle: r

Leben und Tod lagen gestern im Gottesdienst der St.-Jakobi-Gemeinde eng beieinander. Zunächst taufte Pastor Frank Niemann ein neues, kleines Gemeindemitglied, dann stand das Grabmal des Ritters Curt von Schwicheldt im Mittelpunkt. „Es ist ein Gottesdienst der Gegensätze“ begrüßte Niemann die Besucher, unter denen auch ein Nachfahre des Curt von Schiwicheldt, Jobst Lampe von Schloss Sölder, war.

Da die Renovierung der Kirche und des Epitaphs eine besondere Herzensangelegenheit des Ehrenkirchenvorstehers Harald Brandes war, richtete auch dieser einige Worte an die Gemeinde. „Das größte Werk des vergangenen Kirchenvorstandes war die Renovierung der Kirche“, so Brandes. „Dabei war das Epitaph etwas stiefmütterlich behandelt worden. Ich bin froh, dass das nun ein Ende hat.“

Restauratorin Inga Thiele-Wittig aus Husum hat das Epitaph renoviert, das 1577 zur Erinnerung an den zwei Jahre zuvor verstorbenen Curt von Schwicheldt im Auftrag von dessen Witwe Lucia von Schwicheldt gefertigt wurde (siehe Hintergund). Sie dankte Pastor Niemann dafür, dass sie an dem bedeutenden und „schönen renaissancezeitlichen Objekt arbeiten durfte. Es ist ein ganz tolles Werk.“ In einem Vortrag zeigte sie Bilder des alten, stark beschädigten Epitaphs und erklärte, wie sie es renoviert hat. Im Anschluss stand sie vielen Interessierten Frage und Antwort, darunter auch Graf und Gräfin von Hardenberg, die Brandes den Bontakt zu Jobst Lampe vermittelt hatten. Er unterstützte die Renvierung finanziell und lobte das Ergebnis: „Es ist wichtig, dass solche Kunstwerke erhalten bleiben. Es hat sich wirklich gelohnt. Nun passt es wunderbar in diese außerordentlich schöne Kirche.“

Hintergrund:

Das an der Nordwand des Altarraums befestigte Epitaph wurde nach dem Tod des Grafen Curt von Schwicheldt (Bild zeigt die Inschrift) am 28. September 1575 von Georg Schröter aus Torgau angefertigt und zwei Jahre später in der St.-Jakobi-Kirche auf dem Chor zum Gedächtnis des Adeligen aufgestellt. Es ist mit 6,90 Metern Höhe und 3,00 Metern Breite besonders prächtig und wertvoll gearbeitet. In der Vorgängerkirche auf dem Marktplatz wurde es bis 1894 als Altarrückwand genutzt, ebenso nach dem Stadtbrand 1557 beim Neubau der St.-Jakobi-Kirche in der Stadtmitte. Als diese 1895 abgerissen und bis 1899 neu gebaut wurde, erhielt es seinen jetzigen Standort.

ju

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