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St.-Jakobi-Kirche wird zur Film-Kulisse

Peine St.-Jakobi-Kirche wird zur Film-Kulisse

Peine. Korsagen, Anzüge, Kotletten und Zwirbelbärte - wer gestern Mittag vor der St. Jakobi-Kirche stand, staunte nicht schlecht, als drei Schauspieler und rund 70 Komparsen auf dem Weg zu ihrem Drehort waren.

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Reise in die Vergangenheit: Die Peiner St.-Jakobi-Kirche wurde gestern zur historischen Kulisse für den Kinofilm „Lou Andreas Salomé - wie ich dich liebe, Rätselleben“.

Quelle: ju

Denn: In Peine wurden gestern Szenen für einen Kinofilm gedreht - und für alle Beteiligten bedeutete das eine Reise in die Vergangenheit.

„Lou Andreas-Salomé - wie ich dich liebe, Rätselleben“ ist der Titel des Filmes, der im Winter in die deutschen Kinos kommen soll. Der Film von Regisseurin Cordula Kablitz-Post erzählt die wahre Lebensgeschichte der renommierten Autorin Lou Andreas-Salomé (jung: Katharina Lorenz). Sie wurde 1861 in St. Petersburg geboren und hatte vor, sich niemals zu verlieben. Stattdessen wollte sie - mit Unterstützung der Philosophen Paul Rée (Philipp Hauß) und Friedrich Nietzsche (Alexander Scheer) - ihren Geist bis zur Perfektion bringen. Sie wird eine hervorragende Studentin, später dann eine angesehene Psychoanalytikerin.

Reise in die Vergangenheit: Die Peiner St.-Jakobi-Kirche wurde zur historischen Kulisse für den Kinofilm „Lou Andreas Salomé - wie ich dich liebe, Rätselleben“.

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Als Andreas-Salomé in Berlin den damals noch unbekannten Autor Rainer Maria Rilke (Julius Feldmeier) kennenlernt, verliebt sie sich. Doch sie trennen sich wieder und Salomé hat weiterhin zahlreiche Affären. Fasziniert von der neuen Wissenschaft des Unbewussten beginnt sie Unterricht bei Sigmund Freud zu nehmen, wird eine angesehene Psychoanalytikerin und schafft es schließlich doch noch das Trauma ihrer Jugend zu verarbeiten.

„Lou hat sich nie etwas sagen lassen“, erklärt Aufnahmeleiter Peter Merz von der Berliner Produktionsfirma Avanti Media Fiction. „In dieser Szene in der Kirche findet die Konfirmation Salomés statt. Sie unterbricht die Predigt des Pfarrers und stellt ihm kritische Fragen. Schließlich stürmt sie im Gottesdienst aus der Kirche ohne sich konfirmieren zu lassen.“

Diese Szene spielte sich einst in Sankt Petersburg ab, gestern erweckte sie in der zeitgenössischen St.-Jakobi-Kirche zu neuem Leben. „Wir haben uns 150 Kirchen in Niedersachsen angeschaut, schließlich fiel die Wahl auf die schöne Peiner Kirche“, so Merz. Pastor Frank Niemann erfüllt das mit Stolz. „Es ist schön zu sehen, wie sich das ganze Kirchenbild verändert“, sagt Niemann, der bei den Dreharbeiten zuschaute. Die imposanten Kerzenleuchter wurden herabgelassen, das warme Licht riesiger Scheinwerfer drang durch die bunten Kirchenfenster, feiner Nebel erfüllte die Kirche. Niemann war begeistert: „Jetzt sind wir also in Sankt Petersburg.“

ju

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