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Spritziger Lurchi

Vöhrum Spritziger Lurchi

In Zusammenarbeit mit dem Ökogarten der Integrierten Gesamtschule Peine stellt die PAZ das „Tier des Monats“ vor. Heute ist es der Feuersalamander

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Eigentlich ein scheuer Geselle: Der Feuersalamander ist Tier des Monats März.

Quelle: dpa

Peine-Vöhrum . Selten sind sie geworden, aber hin und wieder bekommt man sie zu Gesicht – zum Beispiel in naturgeschützten Feuchtgebieten, Wiesen und Verstecken unter Totholz und Steinen. Die Rede ist vom Feuersalamander, der sich als erste heimische Molch-Art im Ökogarten der Integrierten Gesamtschule Peine in Vöhrum nach der Winterpause zurückgemeldet hat. Gerade noch rechtzeitig, um Tier des Monats März zu werden.

„Winterstarre ist der korrekte Begriff für die Überwinterungstaktik dieser und anderer einheimischer Amphibien“, erläutert Betina Gube, Leiterin des Ökogartens. „Wie alle wechselwarmen Tiere fahren sie dann ihren gesamten Stoffwechsel weit herunter.“ Die Körperfunktionen arbeiten auf Sparflamme, wenn die Tiere in frostgeschützten Gebieten die kalte Jahreszeit nahezu bewegungslos verbringen.

Wenn der Sonnenschein und die Tage wieder länger andauern, werden auch ihre Futtertiere beweglicher und zahlreicher. „Die Natur sorgt eben für ihre Bewohner“, erläutert Gube. An warmen Tagen bringen Regenwürmer, Asseln, kleine Käfer und Fliegen die hungrigen Tiere schnell „auf Trab“.

Jeder der „Lurchis“ hat sein eigenes Fleckenmuster. „Schaut man ganz genau hin, erkennt man auf den hellen Flecken die Poren in der Haut“, erklärt die Pädagogin. Es sind Drüsenausgänge, deren Sekret die Haut feucht hält, vor dem Austrocknen schützt und bei einigen Menschen eine Hautreizung hervorruft.

Das Sekret brennt „wie Feuer“, wenn es aus Versehen in die Augen oder an andere empfindliche Schleimhäute kommt. Diese Eigenart brachte dem Gesellen auch seinen Namen ein. Am Rücken und hinter den Ohren des Feuersalamanders sitzen Giftdrüsen, die Salamandrin verspritzen können. „Wie Feuer“ sieht deshalb auch die Warnfarbe der Tiere aus, die Fressfeinde abschrecken soll.

„Alle einheimischen Amphibien und Reptilien stehen unter Naturschutz. Deshalb leben im Ökogarten einige dieser nachgezüchteten Tiere mit Erlaubnis der Naturschutzbehörden in Terrarien, um sie zeigen zu können“, sagt Gube. „Denn nur, was man schon einmal gesehen hat, kann man wiedererkennen.“ Wenn man dann diese kleinen schwarzgelben Gesellen im Harz oder anderswo antrifft, sollte man sie ohne zu stören beobachten, nicht anfassen und sich freuen, einen frei lebenden Feuersalamander entdeckt zu haben.
Am Besucher-Ostersonntag, 4. April, lädt der Ökogarten zwischen 10 und 12 Uhr zum Frühstück. Anschließend findet bei Sonnenschein ein Spaziergang mit Eiersuche statt – bei Regen ein Workshop zum Thema „Osterhasen

Tobias Mull

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