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„Sprache ist der Ausgangspunkt für Integration“

Peine „Sprache ist der Ausgangspunkt für Integration“

Peine. „Sprache ist der Ausgangspunkt jeglicher Integrationsbemühungen und die Eintrittskarte für Asylbewerber in den Arbeitsmarkt“: Diese Position vertritt Kreis-Sozialdezernent Dr. Detlef Buhmann, wie er jetzt per Pressemitteilung bekannt gab. Doch mit der Sprachförderpraxis ist Buhmann noch nicht ganz zufrieden.

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Seit Oktober 2015 sind elf 200-Stunden-Deutschkurse gelaufen. Auch die Agentur für Arbeit hat sich mit Deutsch- sowie Einstiegskursen eingebracht und mehr als 800 Teilnehmer betreut.

Quelle: Bernd Von Jutrczenka

Auch Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) hatte kürzlich moniert, dass noch nicht mal die Hälfte der Flüchtlinge an einen Sprachkurs teilgenommen habe.

Buhmanns Bilanz: „Gleich zu Beginn der Flüchtlingswelle hat der Landkreis 60-Stunden Deutschkurse in der Stadt und allen Gemeinden aus eigenen Mitteln auf den Weg gebracht. Dabei ist der Kreis gar nicht zuständig, sondern hat im Wesentlichen eine Koordinierungsfunktion. Zuständig sind Bund und Land. Und die kommen jetzt erst ins Rollen. Zu spät, wie viele Fachleute meinen.“

Seit Oktober 2015 seien elf 200-Stunden-Deutschkurse gelaufen, davon vier in Peine, und in 2016 kämen noch mal 18 dazu, davon acht in Peine. Auch die Agentur für Arbeit habe sich mit umfangreichen Deutsch- sowie Einstiegskursen eingebracht und mehr als 800 Teilnehmer betreut.

Für anerkannte Asylbewerber gebe es sogenannte Bamf-Kurse, die verpflichtend seien und mit einem Zertifikat abschlössen. Davon habe es sieben im vergangenen Jahr gegeben und sieben liefen auch in diesem Jahr. „Neu ist seit dem 1. Juli die berufsbezogene Deutschsprachförderung, die der Bund finanziert. Ein Kurs umfasst 730 Unterrichtseinheiten. Die Teilnahme läuft über das Jobcenter“, erklärte Buhmann.

Nicht zu vergessen sei das enorme ehrenamtliche Engagement. In der Stadt und in jeder Gemeinde böten Ehrenamtliche Deutschunterricht für Flüchtlinge an. „Diese Unterstützung ist einfach toll“ lobt der Sozialdezernent. Hinzu kämen die „Sprint“-Klassen an den Berufsbildenden Schulen, Jugendliche in den Jugendwerkstätten und 139 1-Euro-Jobs im Landkreis, davon 73 in der Stadt.

Trotz dieser „bemerkenswerten Bilanz“ ist Buhmann noch nicht ganz zufrieden. „Denn bisher konnten mit den vom Bund und Land zur Verfügung gestellten Mitteln noch nicht alle Flüchtlinge erreicht werden und ein systematisches Profiling steht noch aus. Damit will der Landkreis nach der Sommerpause starten“, erklärter er.

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