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Spionage-Experte Heinrich Peyers: „Der BND ist über das Abhören informiert“

Dungelbeck Spionage-Experte Heinrich Peyers: „Der BND ist über das Abhören informiert“

Dungelbeck. Aufzeichnen, was andere sagen, filmen, was andere tun, überwachen, wohin die anderen gehen: Spionage ist für Heinrich Peyers aus Dungelbeck nicht erst seit der NSA-Affäre ein Thema. Der Medizintechniker sammelt alles, was damit zu tun hat - seit dem Fall der Mauer.

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Ein Dachboden voller Spionage-Sammelstücke: Heinrich Peyers ist nicht nur Experte, er besitzt unter anderem auch ein rotes Telefon von Stasi-Chef Erich Mielke.

Quelle: dpa

Die aktuelle Ausspäh-Affäre rund um den US-Geheimdienst NSA, die Geheimdienstexperte Edward Snowden angestoßen hat, verfolgt der 58-Jährige interessiert. Und ist sicher, dass Deutschland von den Aktivitäten der Amerikaner wusste: „Ich glaube, dass der BND bestens darüber informiert ist.“

Der Dungelbecker beherbergt daheim eine umfassende Spionage-Sammlung aus ehemaligem Geheimdienst-Inventar. Ein Großteil stammt aus Original-Stasi-Beständen: Peyers arbeitete zur Zeit der Wende als Medizintechniker in Rostock und sammelte das Inventar des Ex-DDR-Geheimdienstes.

Heute findet sich fast auf jedem Zentimeter seines 150 Quadratmeter großen Dachbodens etwas, das mit Spionieren zu tun hat: Von der Brille mit eingebauten Rückspiegeln bis zum Kugelschreiber mit integrierter Kamera. Wie viele Exponate es sind, weiß Peyers nicht.

Zwischen Fotografien und James-Bond-Pappaufstellern liegen alle möglichen Objekte in klassischen Tarnfarben wie Braun, Grün oder Beige - nur das knallrote Telefon sticht aus der Masse. „Das ist das Telefon von Stasi-Minister Erich Mielke“, erzählt Sammler und Familienvater Peyers, der kaum drei Schritte über seinen Dachboden im Peiner Ortsteil Dungelbeck gehen kann, ohne dass ihm etwas in die Hände fällt, zu dem er eine Geschichte weiß.

Als er in der DDR arbeitete, um den Osten als Absatzmarkt für Medizintechnik zu erschließen, sei überall abgehört worden. „Meine Mitarbeiter waren alle bei der Stasi“, sagt er. Mulmig sei ihm aber nicht gewesen. „Ich war ja Gast“, sagt er.

Wer sich so viel mit Abhören, Aufzeichnen und Ausspähen befasst, könnte leicht paranoid werden. Peyers nicht - zumindest versucht er es. „Wenn ich darüber nachdenken würde, was prinzipiell alles möglich wäre an Spionage, würde ich ja bekloppt werden.“ Bis zu einem gewissen Maß hält er Überwachung auch für in Ordnung: „Das kann schon zur Verbrechensbekämpfung beitragen.“

dpa

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