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Spezialitäten aus Küche und Literatur

Nachtwanderung in Peine Spezialitäten aus Küche und Literatur

Mit einem urigen Nachtwächter durch Peine: Zu einer literarisch-kulinarischen Nachtwanderung hatte der Verein Kulturelle Landpartie am Freitagabend eingeladen und die Peiner Südstadt tischte reichlich von dem auf, was dieses Viertel so unverwechselbar macht: Gastfreundliche und engagierte Menschen, schmackhafte und exotische Spezialitäten sowie stimmungsvolle Orte der Begegnung.

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Philosophisches gab es am Peiner Wasserturm im Laternenschein.

Quelle: cb

Peine. „Gewürzt wurde alles mit Literatur von Lyrik bis zum Märchen, vom jugos-lawischen Nobelpreisträger Ivo Andric bis hin zum Heimatdichter Hermann Löns“, sagt Landpartie-Vorsitzende Michaela Pape, so dass das Resümee der 52 Wanderer nach vierstündigem Ohren- und Gaumenschmaus einhellig gewesen sei: Man war satt, zufrieden und voller neuer, belebender Eindrücke.

Angeführt und dirigiert von Nachtwächter Wilhelm Hilker und seinem lauten, historischen Signalhorn startete die Gruppe am Friedrich-Ebert-Platz und wurde dort gleich überrascht. Als Gruß aus der Küche servierte Claudia Kreisel im Schein einer Laterne vor dem Wasserturm Philosophisches von Jean Cocteau, bevor Dagrun von Taube in der duftenden Bäckerei Akin die Abenteuer von „Ambrosius Dauerspeck und Mariechen Knusperkorn“ zum Besten gab.

Den Geschmack von Baklava und Sesambörek noch auf den Lippen, erwartete die nächtlichen Wanderer im Jugendzentrum „Nummer 10“ schon eine scharfe türkische Linsensuppe. Martha Wolfstädter stellte passend dazu „Ein Löffel für den Papa, ein Löffel für die Mama“ von Christine Nöstlinger vor, Judith Kunze erläuterte bei einem Rundgang ihre Arbeit im Jugendzentrum und die Hip Hopper im Partykeller freuten sich über das unerwartete, aber begeistert mitklatschende Publikum.

Weitere Stationen waren Duro Gvocis vom Kerzenschein erhelltes Keglerheim, die Hirschapotheke, das Caritas Stadtteilbüro, die „Peiner Tafel“, die Werkskantine der Peiner Träger und der Lönskrug. Überall gab es leckere Spezialitäten aus der Küche und aus der Literatur zu kosten.

Auf dem Weg zurück gab es am Kiosk Morgenstern noch ein kleines Schokoladendessert und die Menükarte zur Erinnerung, dann zerstreuten sich die Wanderer allmählich in alle Richtungen.

wos

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