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Sonnenfinsternis bei klarem Himmel gut zu sehen

Peine Sonnenfinsternis bei klarem Himmel gut zu sehen

Bei wolkenlosem Himmel haben zahlreiche Menschen in Peine die Sonnenfinsternis verfolgt. Der Mond schob sich seit 9.34 Uhr langsam vor die Sonne. Dabei hatten die Peiner Glück: In anderen Teilen Deutschlands machte das Wetter den Sofi-Fans einen Strich durch die Rechnung.

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Ein Vogel sitzt auf der Spitze eines Kirchturms, während sich hinter ihm der Mond vor die Sonne schiebt.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Vor allem in den südlichen Landesteilen Niedersachsens hatten die Menschen die besten Chancen, die Sonnenfinsternis beobachten zu können. Ganz dunkel wurde es aber nicht, sondern nur etwas düster.

In der Volkssternwarte Hannover sahen rund 200 Menschen gespannt das Ereignis, vor den vier Teleskopen bildeten sich lange Warteschlangen. "Das Wetter ist perfekt", sagte Sternwartenmitglied Benjamin Knispel. Die Sternwarte hatte sogar noch rund 50 der vielfach ausverkauften speziellen "Sofi"-Brillen im Angebot. Einige Schaulustige hatten sich aus Kartons ihren Schutz auch selbst gebastelt.

Keine Sonderreglungen für Fans von Sonnenfinsternissen waren bei Volkswagen bekannt: Bei Deutschlands größtem privaten Arbeitgeber habe die Frühschicht in der Regel sowieso gegen 10.00 Uhr eine längere Pause, sagte ein Konzernsprecher in Wolfsburg. Damit hätten auch die Kollegen vom Fließband die Chance, draußen einen Blick gen Himmel zu werfen.

Schlechte Sicht herrschte dagegen im Norden: Wolken und Nebel verhinderten in weiten Teilen Schleswig-Holsteins und Hamburgs die Sicht auf die Sonne. Auch am nördlichsten Punkt Deutschlands, in List auf Sylt, wo die Sonne am stärksten verdunkelt wurde, verhinderte die dichte Wolkendecke jede Beobachtung.

Aufatmen konnten die Stromnetz-Betreiber: Während der S onnenfinsternis fehlten dem deutschen Stromnetz drei Viertel der üblichen Einspeisung des Stroms aus Photovoltaikanlagen.

"Das sind rund 14 000 Megawatt weniger, so viel wie von 14 Kraftwerken", sagt Urban Keussen, Vorsitzender der Geschäftsführung von TenneT am Freitagmittag in Hannover. "Diese Stromlücke müssen wir mit zugekauftem Strom aus Gas- und Kohlenkraftwerken ausgleichen", sagt Keussen.

Bei dem Stromnetzbetreiber hatte man sich mehrere Monate auf die Sonnenfinsternis vorbereitet, die Mitarbeiter wurden geschult. "Die Herausforderung liegt in den extremen Schwankungen für das Stromnetz", erklärt Peter Hoffmann, Ingenieur und Experte für Netzführung. "Während der Mond vor der Sonne steht, fehlt das Sonnenlicht. Geht der Mond zurück, schnellen die Werte wieder nach oben. Das muss im Netz ausgeglichen werden".

Die kritische Phase für die Stromversorgung dauerte von 9.30 bis 12 Uhr. Mittags herrschte im TenneT-Kontrollzentrum in Lehrte große Erleichterung: "Es gab keine Probleme mit unserem Netz, wir sind sehr zufrieden", sagte Keussen.

dpa

Dieser Text wurde mehrfach aktualisiert.

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