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Sonderblatt behandelt das Ende der Bastion

Peine Sonderblatt behandelt das Ende der Bastion

Peine. Das neue Archiv-Sonderblatt des Peiner Stadtarchivs ist erschienen. Thema diesmal ist die sogenannte „Niederlegung der Bastion“ 1896.

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Foto aus dem Zeitraum um 1890: Der Schlossberg vor seiner Abtragung.Fotos: Stadtarchiv

Der nordöstliche Teil des Schlossberges, die sogenannte Bastion, erstreckte sich einst nahe der Stederdorfer Straße bis an die heutige Burgstraße. Die rund vier Meter hohe Aufschüttung war Teil der historischen Wallanlage der Burg und im 19. Jahrhundert eine von den Peinern geschätzte kleine Grünanlage am Stadtrand mit alten Linden und einem Burggraben, in dem sich Fische tummelten.

Dieses Idyll wurde 1896 - also vor 120 Jahren - beseitigt. Eine neue Straße und eine Realschule (das heutige Ratsgymnasium) sollten gebaut werden. Zunächst galt es, einen Verbindungsweg zwischen Rosenhagen und Schloßstraße herzustellen: Was lag also näher, als die Bastion abzutragen, um mit dem Erdreich den Teich zu verfüllen, darauf die Straße anzulegen und anschließend daneben die Schule zu bauen? „Aus heutiger Sicht ein kaum nachvollziehbarer Frevel“, heißt es.

Auch der Regierungspräsident erteilte schließlich seine Genehmigung, trotz erheblicher Bedenken. Ausdrücklich betonte er, dass er „dem Magistrat dringend empfehle, nochmals gefälligst zu erwägen“, ob sich nicht „ohne die Niederlegung der Bastion, welche im Interesse der Schönheit jener Stadtgegend lebhaft zu beklagen wäre, das geplante Straßenprojekt durchführen ließe.“

In der Peiner Bevölkerung stieß das Vorhaben auf Ablehnung. Davon zeugt nicht zuletzt ein neunstrophiges Gedicht „Zur Erhaltung der Bastion“, abgedruckt in der Peiner Tagespost im März 1895. Doch das Schicksal der Bastion war bereits besiegelt. Am 17. Januar 1896 meldete die Peiner Zeitung, „dass die Einsprechenden zurückgewiesen sind. Wie wir hören, soll nun die Abtragung bald beginnen.“ Über die Erdmassen dieses einstigen städtischen Kleinods führt heute die Burgstraße.

Weitere aufschlussreiche Details sind nachzulesen im aktuellen Sonderblatt des Stadtarchivs, das ab sofort im Stadtarchiv, in der Stadtbücherei, im Bürgerbüro und im Kreismuseum kostenlos erhältlich ist. Zudem kann die Publikation als pdf-Datei unter www.peine-online.de heruntergeladen werden.

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