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SoVD: Kritik an fehlender Barrierefreiheit in Bus und Bahn

Peiner Delegation war in Hannover SoVD: Kritik an fehlender Barrierefreiheit in Bus und Bahn

Im Rahmen einer Sternfahrt überprüfte der Sozialverband Deutschland (SoVD) landesweit die Barrierefreiheit in Bussen und Bahnen. Auch der SoVD-Kreisverband Peine nahm daran teil.

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Die Peiner Delegation in Hannover.

Peine. Eine siebenköpfige Gruppe machte sich mit dem Zug auf den Weg nach Hannover und überprüfte unterwegs anhand einer Checkliste, wie mobil Niedersachsen ist. Die Ergebnisse wurden bei einer Kundgebung in Hannover präsentiert und diskutiert - um „5 vor 12“, also 11.55 Uhr.

Bei der Überprüfung im Peiner Bahnhof, in der Westfalenbahn und im Hauptbahnhof Hannover stellte die Peiner Delegation fest, dass bei weitem noch nicht alles barrierefrei ist. Dazu Kreisvorstandsmitglied Hans-Joachim Kloster: „Die bereits im letzten Jahr festgestellten Kritikpunkte unseres Ehrenvorsitzenden Dr. Peter Schroer an den Zügen der Westfalenbahn sind noch immer nicht behoben. Dr. Schroer kritisierte die Höhenunterschiede zwischen Bahnsteig und Zugeinstieg. Rollstuhlfahrern ist es nicht möglich, ohne fremde Hilfe in den Zug zu gelangen. Auch die gefährliche Lücke zwischen Bahnsteig und Zugeinstieg ist weiterhin vorhanden. Dafür gab es Abzüge in der Bewertung.“

Landesvorsitzender Adolf Bauer weiß, dass Menschen mit Behinderungen oft Probleme haben, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Hier fehlt eine Rampe, dort ein Aufzug, hier ein Leitsystem für Blinde. „Die Kommunen, die Länder und der Bund sind verpflichtet, bis 2022 barrierefreien Personenverkehr sicherzustellen. Wir wollen testen, wie weit sie sind“, beschreibt Bauer die Motivation für den Test am europäischen Aktionstag für Menschen mit Behinderung. Der Nachholbedarf sei vor allen in den ländlichen Regionen sehr groß. Wegen fehlender Nahverkehrsverbindungen konnten einige Kreisverbände, unter anderem aus Aurich, erst gar nicht nach Hannover anreisen. Die Ergebnisse, die der Kreisverband Peine unterwegs sammelt - und die Ergebnisse der anderen Kreisverbände - wurden auf einer übergroßen Niedersachsen-Karte markiert und werden nun der Landesregierung übergeben. Mehrere Vertreter der Regionen machten in der Interviewrunde mit dem Landespressesprecher Matthias Büschking ihre Unzufriedenheit deutlich.

Parallel fand eine Gesprächsrunde mit Adolf Bauer und Petra Wontorra, der Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen, statt. Wontorra forderte, dass Verantwortliche sich mehr mit den betroffenen Menschen auseinandersetzen, um gemeinsam Lösungen zu finden. Aus Sicht der Betroffenen stellten sich viele bauliche Gegebenheiten vor Ort als unüberwindbare Hindernisse dar. Vielfach könne aber mit einfachen Mitteln Abhilfe geschaffen werden.

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