Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
„Sirup aus Zuckerrüben selbst gekocht“

Kreismuseum Peine „Sirup aus Zuckerrüben selbst gekocht“

„Kanonen statt Butter. Ernährung im Dritten Reich“ lautet der Titel der Ausstellung, die zurzeit im Kreismuseum Peine zu sehen ist.

Voriger Artikel
Wo Moormonster Steine klauen
Nächster Artikel
Triefende Denkmäler

Adele Bothe (links) und Jutta Vieth aus dem Seniorenheim Rosenblick unterhalten sich im Kreismuseum über alte Zeiten.

Quelle: Christian Bierwagen

Peine. Zeitzeugen aus den Seniorenheimen Rosenblick und Fuhseblick redeten im Kreismuseum über die Zeit der Lebensmittelknappheit im und nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Frauen und Männer, die auf Einladung von Museumsleiterin Dr. Ulrika Evers gekommen waren, konnten sich gut an diese entbehrungsreiche Zeit erinnern.

„Lebensmittel waren knapp, aber zu Weihnachten bekam man eine Extra-Ration“, weiß die 89-jährige Adele Bothe zu berichten: „Wir haben auch nicht aufgehört, Kuchen zu backen. Es gab Ei-Ersatzpulver, und Persipan für Stollen bekam man immer noch irgendwie.“

Ihre Bekannte Jutta Vieth hat eine Lebensmittelkarte für Fisch aus dem Jahr 1949 aufgehoben und mitgebracht. „Die musste dann aber nicht mehr zum Einsatz kommen, 1950 wurden die Karten abgeschafft“, erklärt die 88-Jährige.
Es gab unter anderem Karten für Fleisch, Kartoffeln, Brot, Zucker, Bohnenkaffee und auch für Kleidung.

Die Lebensmittelkarten berechtigten zum Empfang der entsprechenden Waren – aber nur, wenn welche zur Verfügung standen. „Ich bin auf dem Bauernhof groß geworden, da hatten wir wenigstens noch unsere Milchkühe zum Melken“, erinnert sich Bothe.

Inge Brandes wurde 1939 geboren, genau in dem Jahr, in dem der Krieg ausbrach. „Ich hätte 1945 eingeschult werden sollen, doch wegen des Umsturzes gab es in dem Jahr überhaupt keine Einschulungen“, erinnert sie sich. Zu Essen habe es damals so einige Ersatz-Produkte gegeben.

Anstelle von Griebenschmalz wurde eine Art Griesbrei mit gerösteten Zwiebeln aufgekocht, und auch mit Kunsthonig wusste man sich zu helfen. Gern denkt Brandes an ihre Kindheit zurück und merkt an, dass doch beim nächsten Zeitzeugen-Treffen mehr junge Leute dazukommen sollten, „sonst gehen die ganzen Geschichten aus der Zeit verloren“.

jf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

157d6b0e-8102-11e7-8a9d-ecf16cf845db
„Begehbare Kunst!“: Impressionen von der Vernissage

In seinem Atelier 53 in Groß Ilsede interpretiert Fritz Lutz mit Teppichstücken Werke namhafter Künstler.

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung