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Silvesterkonzert mit „Balkon-Szene“

Peine Silvesterkonzert mit „Balkon-Szene“

Peine. Der ehemalige Organist der katholischen Kirche "Zu den Heiligen Engeln", Maximilian Buchberger-Lönne, führte die Tradition der Silvesterkonzerte fort.

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Ein besonderes Konzert war am Silvesterabend in der Kirche „Zu den Heiligen Engeln“ mit Stephanie Lönne und Maximilian Buchberger-Lönne zu erleben.

Quelle: im

Trotz seines hervorragenden und sehr beliebten Nachfolgers auf der Orgelbank der katholischen Kirche „Zu den Heiligen Engeln“ gilt Maximilian Buchberger (seit seiner kürzlichen Eheschließung „Buchberger-Lönne“) seit seinem Fortgang aus Peine vielen Gemeindemitgliedern als eine Art verlorener Sohn.

Dass er nun anlässlich eines Besuches im Peiner Land die vor Jahren gegründete Tradition der Silvesterkonzerte fortsetzte, lockte so viele Besucher in die Engel-Kirche, wie sonst nur die Sonntagsmessen. Und der beliebte Organist trat diesmal nicht allein auf, sondern mit seiner Ehefrau, der Sopranistin Stephanie Lönne.

Und bei welcher Gelegenheit könnte über herzliche Zuneigung, Respekt und eheliche Glückseligkeit besser spekuliert werden, als auf dem sensiblen Gebiet der gemeinsam dargebrachten Musik? All jene Attribute glücklicher Zweisamkeit übertrugen die jungen Eheleute mit solch musikalischer Anmut und Feinheit ins volle Kirchenschiff, dass dem Publikum seine stille Freude darüber geradezu anzuhören war.

Lönnes angenehm weich-samtiger Sopran in der Mittellage erreicht beispielsweise bei Händels Rezitativ und Arie „Er weidet meine Herde“ ohne wahrnehmbare Anstrengung höchste Lagen. Mozarts gefährliche Klippen im „Exsultate Jubilate“ meistert sie souverän.

Und wie innig und einmütig Buchberger sie auf der Orgel begleitete, traf an dem ohnehin emotionsgeladenen Silvesterabend das Publikum ungehindert in Herz und Bauch. Besonders bei Charles Hubert Hastings Parry „Jerusalem“ oder Regers geradezu herzzerreißendem „Mariä Wiegenlied“.

Die Textverständlichkeit ist vorbildlich und Lönnes gesangliche Achterbahnfahrten, Kurvenlagen und Geraden mit den Ohren zu verfolgen, ist gleichermaßen spannend wie entspannend: Wie ihre Stimme aus samtigen Mittellagen plötzlich wie eine Kurvenspitze auf einem Oszillografen nach oben schnellt, ohne schrill zu wirken, ist stets eine Ohrenweide.

Und wenn sich Buchberger-Lönne an Tasten und Registern seines ehemaligen Arbeitsplatzes austobt, ist er unverkennbar wieder in Herz und Ohr, dieser raffinierte Buchberger-Sound mit seinen sauberen Schnörkeln, den kleinen verschlungenen Exkursionen, den Schleifchen und großen Bögen, mit denen er die Klassiker selbstbewusst, sagen wir optimiert!

Nach Elgars „Marsch Nr. 1“ aus „Pomp und Circumstance“ applaudiert das Publikum stehend zur Empore hinauf. Eine ungewöhnliche und sicher den meisten unvergessliche „Balkonszene“, für die sich die Musiker mit Brahms „Guten Abend, gute Nacht“ bedankten.

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