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Silke Tödter: „Forderungen gegen Frauenarmut“

Peine Silke Tödter: „Forderungen gegen Frauenarmut“

Kreis Peine. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Peine, Silke Tödter, greift das Thema Frauenarmut anlässlich des „Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut“ am 17. Oktober auf.

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Die Peiner Gleichstellunsgbeauftragte Silke Tödter.

Tödter sagt: „Armut trifft Frauen aller Generationen und hat viele Ursachen. Dazu gehören: Bei der Berufswahl der Mädchen fällt in aller Regel die Wahl auf schlecht bezahlte typische Frauenberufe. Frauen arbeiten oft - der Familie wegen - in Teilzeit. Frauen ist oft die Arbeitszufriedenheit wichtiger als die Bezahlung.“ Frauen würden ihre Berufstätigkeit für Familienzeiten wie Kindererziehung und Pflege der Angehörigen unterbrechen. Und wesentlich mehr Frauen als Männer sind seien alleinerziehend und auf Hartz IV angewiesen.

Typische Frauenberufe, wie Erzieherin, Friseurin, Altenpflegerin oder Arzthelferin seien auch heute noch vergleichsweise schlecht bezahlt. Das sei möglich, weil sie bei jungen Frauen weiterhin sehr beliebt sind und sie den Nachteil des geringeren Einkommens für eine ihren Neigungen entsprechende Berufswahl in Kauf nehmen.

Grundsätzlich gibt es laut Tödter auch heute noch in Deutschland bei Gehältern von Frauen und Männern große Unterschiede: „Statistisch gesehen sind es 22 Prozent, die Frauen im Durchschnitt weniger verdienen. Dabei hat auch die Aufwertung von Sozial- und Erziehungsberufen noch keinen wesentlichen Wandel bewirkt.“ Während Männer Karriere machen, würden viele Frauen die Kinder zu Hause betreuen, und deshalb jahrelang in Teilzeit arbeiten (45 Prozent). Die Aussicht auf eine existenzsichernde Rente sinke für diese Frauen weiter.

Sie fordert daher: „Systematische diskriminierungsfreie Bewertung der Arbeitsleistungen von Frauen - Gleichstellung der professionellen Sorgeberufe mit den technischen Berufen in Hinblick auf Qualifizierung und Bezahlung - und eine Einrichtung einer Enquetekommission zur unabhängigen Überprüfung jedes Tarifvertrages auf tatsächliche Diskriminierungsfreiheit.“

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