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Sicherheitsposten waren nicht da: Hat Bahn Mitschuld am Stromunfall?

Peine Sicherheitsposten waren nicht da: Hat Bahn Mitschuld am Stromunfall?

Peine. Die Deutsche Bahn (DB) trifft möglicherweise eine Mitschuld an dem tödlichen Stromschlagunfall am Nordbahnhof in Hannover. Vor knapp zwei Wochen waren zwei Mitarbeiter der Peiner Hoffmann-Glas-Gruppe bei Sanierungsarbeiten am Bahnhofsgebäude mit ihrer Aluminiumleiter in die Oberleitung gekommen und getötet worden.

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Bahnhof Hannover: Nach dem tödlichen Unfall.

Quelle: A

Nach Informationen der PAZ waren zwei Sicherheitsmitarbeiter der Bahn eigens für die Baustelle am Nordbahnhof abgestellt worden. Auch am Tag des Unglücks waren die beiden Posten nach Erkenntnissen der Polizei am Bahnhof, um mit Tröten vor einfahrenden Zügen zu warnen. Doch offenbar haben sie sich zum Zeitpunkt des Unglücks nicht in der Nähe der Arbeiter aufgehalten. Anderenfalls nämlich hätte die Polizei mindestens zwei Augenzeugen des tragischen Arbeitsunfalls gehabt und ihre Ermittlungen möglicherweise längst zum Abschluss bringen können. Bislang haben die Fahnder stets mitgeteilt, dass niemand den Unfall beobachtet hat. Die Polizei versucht nun herauszufinden, wo sich die beiden Sicherheitsposten am Nachmittag des 16. Juli aufhielten, als es zu den tödlichen Stromstößen kam. Außerdem müssen die Beamten klären, welche Aufgaben die beiden DB-Mitarbeiter vor Ort hatten. Möglicherweise hätten sie auch darauf achten müssen, dass die Arbeiter bei der Sanierung des Bahnhofs den Sicherheitsabstand zur Oberleitung wahren.

Die Sanierungsarbeiten am sogenannten Blauen Bahnhof liegen seit dem Unfall auf Eis. Wie lange der verhängte Baustopp dauern wird, ist unklar. Der Bahnhof wurde 1996 und 1997 von der Firma Hoffmann-Glas-Gruppe aus Peine an der für die Expo neu gebauten S-Bahn-Strecke errichtet. Das Gebäude wurde in blau gefärbtem Sichtbeton und blauen Glassteinen erbaut. Da ein Teil der Steine inzwischen beschmiert oder beschädigt war, musste das Gebäude in diesem Jahr erstmals saniert werden.

Die Arbeiter wollten eigentlich eine neue Schutzschicht auf die Glasbausteine auftragen. Anschließend musste das Gebäude gereinigt werden. Das Unglück passierte, als die beiden 21 und 45 Jahre alten Männer mit Arbeiten an einer Seitenwand des Bahnhofsgebäudes beschäftigt waren.

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