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Sicherheit auf dem Schulweg: Verkehrsexperten geben Tipps

Kreis Peine Sicherheit auf dem Schulweg: Verkehrsexperten geben Tipps

Kreis Peine. Vor allem die Schüler der ersten Klassen, sind auf dem Schulweg besonders gefährdet, weil sie ihn kaum kennen. Hans-Hinrich Ahrens und Frank Steinke von der Polizei geben Tipps für einen sicheren Schulweg.

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Verkehrsexperten der Peiner Polizei: Hans-Hinrich Ahrens (l.) und Frank Steinke.

Quelle: pif

„In den ersten Klassen sind die Schüler noch gar nicht in der Lage, komplexe Verkehrssituationen zu erkennen“, sagt Verkehrssicherheits-Berater Ahrens. Deshalb werden die Fahrradprüfungen - nach deren erfolgreicher Absolvierung die Schüler mit dem Rad zur Schule kommen dürfen - erst in der vierten Klasse angeboten.

Jüngere Kinder müssen auf dem Rad von ihren Eltern begleitet werden: „Dabei sollten die Eltern unbedingt hinter den Kindern fahren“, erläutert Ahrens, damit sie die Kleinen immer im Blick haben. An Gefahrenstellen empfiehlt er, sich gemeinsam vorzutasten. „Die Kinder sollen lernen, sich im Straßenverkehr zurecht zu finden“, sagt er.

Allerdings sei zu beachten, dass Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr immer als Fußgänger gelten. „Sie müssen auf dem Fußweg fahren, während die Eltern die Straße oder den Radweg benutzen müssen“, sagt Frank Steinke, Sachbearbeiter Einsatz und Verkehr in Salzgitter. Ganz wichtig: „Die Kinder dürfen eine Straße deshalb nur überqueren, indem sie ihr Rad schieben.“

Ahrens empfiehlt angesichts der nahenden dunklen Jahreszeit, dass sich die Schüler kontrastreich kleiden. Demnächst würden an die ABC-Schützen auch wieder die gelben ADAC-Westen ausgegeben. Älteren Schülern rät er, schon beim Kauf eines Fahrrades auf dessen Verkehrssicherheit zu achten. „Und jeder sollte einen Helm tragen“, betont Ahrens.

Problematisch sei oft des Verhalten der Eltern, die ihre Kinder direkt vor der Schultür aus dem Auto lassen - auch schon mal in zweiter Reihe. „Dabei fördert es die Entwicklung der Schüler, wenn sie den Schulweg - auch nur in Teilen - allein bewältigen“, sagt Ahrens.

pif

Gefahrenpunkt für Kinder befindet sich direkt vor der Schule

Peine. Der sichere Schulweg hat auch in der Peiner Burgschule eine große Bedeutung, sagt Schulleiter Jan-Philipp Schönaich: „Bereits in der dritten Klasse beginnen wir mit der Fahrradausbildung, ab der vierten Klasse können die Schüler ihre Fahrradprüfung machen und dürfen dann auch mit dem Rad zur Schule kommen.“

Für die jüngeren Kinder tragen die Eltern die Verantwortung. Britta Horstmann bringt ihren Sohn Erik (6) häufig mit dem Rad zur Schule. „Ich lasse ihn dann vorweg fahren, um ihn im Blick zu haben“, erklärt die Mutter, die selbst Grundschullehrerin in Uetze ist. An gefährlichen Stellen holt die Mutter auf, etwa an der Celler Straße. Dann entscheidet Britta Horstmann, ob die Straße überquert werden kann oder nicht.

„Ein weiterer Gefahrenpunkt befindet sich direkt vor der Schule“, sagt Schulleiter Schönaich. Dort halten die Schulbusse, gleichzeitig versuchen Eltern, ihre Kinder möglichst dicht am Gebäude aus dem Auto zu lassen. „Uns fehlen hier Kurzzeit-Parkplätze, die nur für die Eltern reserviert sind“, betont er. So gibt es vor der Schule nach den Bushalte-Boxen eine Parkbucht für fünf Autos. „Die könnte morgens für die Eltern frei gegeben werden, indem dort nur Kurzzeitparken erlaubt ist“, schlägt Schönaich vor. Häufig brenzlig sei auch die Schülerbeförderung. „Es kommt einige Mal vor, dass Schüler stehen gelassen werden, weil die Busse überfüllt sind“, sagt Schönaich – oft fehle in diesen Fällen die Rückmeldung an die Eltern oder zumindest an die Schulen.

pif

KOMMENTAR

Rücksicht nehmen!

Der sichere Schulweg für die eigenen Kinder ist allen Eltern wichtig. Manchmal übersteigt das Sicherheitsbedürfnis für die eigenen Kinder aber jedes Maß, weil durch das Verhalten der Eltern andere Kinder gefährdet werden. Davor jedoch verschließen die Erwachsenen dann die Augen und sind damit auch für die Kinder ein schlechtes Vorbild. Vor allem zu den Stoßzeiten bei Schulbeginn kommt es oft zu brenzligen Situationen, weil Eltern auch schon mal in zweiter Reihe neben dem gerade anfahrenden Schulbus parken. Polizist Hans-Hinrich Ahrens sagt, dass es die Entwicklung der Kinder fördert, wenn sie kleinere Strecken allein zurücklegen. Entsprechend sollten der Sicherheit aller Kinder zuliebe die Eltern Rücksicht nehmen. Denn das Argument: „Ich musste nur mal eben schnell...“ gefährdet allzu schnell alle Kinder!

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