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Shopping-Mall oder Einkaufs-Quartier?

Peiner Hertie-Brache Shopping-Mall oder Einkaufs-Quartier?

Einen entscheidenden Schritt vorangekommen ist das Investorenverfahren zum geplanten Lindenquartier. Aktuell verhandelt die Stadt Peine nur noch mit zwei Bietern - die völlig unterschiedliche Konzepte verfolgen.

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Stellten gestern die beiden Konzepte für das Lindenquartier vor (v.l.): Bürgermeister Michael Kessler, Hochbauamtsleiter Florian Hahn und Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey.

Quelle: mic

Peine. Die THI Holding aus Hannover möchte ein geschlossenes Einkaufszentrum bauen, während die OFB Projektentwicklung aus Frankfurt auf ein offenes Stadtquartier zur Erweiterung der Peiner Innenstadt setzt. Bereits in etwa vier Wochen soll feststehen, wer den Zuschlag erhält.

Die Konzepte der noch im Rennen befindlichen Investoren, die beide einen Komplett-Abriss des Hertie/City-Center-Areals vorsehen, seien jeweils sehr schlüssig, erläuterten Bürgermeister Michael Kessler, Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey und Hochbauamtsleiter Florian Hahn gestern bei einem Pressegespräch. Insgesamt hatten sich 16 Interessenten beworben.

Bei dem Einkaufszentrum handele es sich um eine geschlossene, überdachte Shopping-Mall mit öffentlichen Räumen, Geschäften und gastronomischen Angeboten, erläuterte Tarrey. Das Quartier füge sich dagegen mit verschiedenen Baukörpern und attraktiv gestalteten Freiflächen in die Stadt ein. „Man kann sich das als ein Stück gebaute Stadt vorstellen“, so der Stadtbaurat weiter. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 10. Die Stadt fordert als Mindestkaufpreis für das Gelände, das sich zu 99 Prozent in ihrem Besitz befindet, 1,65 Millionen Euro.

Schon Mitte November soll die Entscheidung für einen Investor gefallen sein. Im Anschluss startet das Bauleitverfahren. Gibt es weiter keine Probleme (siehe auch Text unten) könnte Mitte 2016 mit dem Bau begonnen werden.

Die verschiedenen Konzepte bieten jeweils Chancen und Risiken, die nun vom Auswahlgremium in ihren vielfachen Wirkungen auf den Handelsstandort Peine bewertet werden sollen. Laut Bürgermeister Michael Kessler soll die insgesamt beste Erfüllung aller Ausschreibungskriterien das Ziel sein, nicht allein die Höhe des Kaufpreisangebots. Noch hätten die Bieter jeweils einige Untervarianten im Rennen.

mic

Info:

Die Stadt hat das Investorenverfahren zum Lindenquartier zügig vorangetrieben. Innerhalb von zehn Monaten konnte der Teilnehmerwettbewerb nach zwei umfangreichen Verhandlungsrunden abgeschlossen werden. Rechtsanwalt Christian Böke, dessen Düsseldorfer Kanzlei die Stadt juristisch durch das Verfahren begleitet, unterstreicht: „Das ist ein sehr guter Zwischenstand angesichts der schwierigen Aufgabenstellung.“ Die Aufgabenstellung für die übrigen beiden Investoren (siehe Haupttext) besteht nun darin, die Vorteile ihrer Angebote sowie die vorgeschlagenen Entwicklungskonzepte noch einmal prägnant zu verdeutlichen.

mic

Kleine Grundstücksfläche könnte Pläne gefährden

Peine. Eine kleine Hürde zur Realisierung des Lindenquartiers gilt es noch zu überwinden. Der Stadt Peine fehlt noch eine kleine Grundstücksfläche einer Ladenzeile an der Lindenstraße. Konkret geht es um ein Geschäft, das derzeit an einen Frisör vermietet ist. Der dafür zuständige Insolvenzverwalter hat das Kaufangebot der Stadt Peine abgelehnt und das Gebäude an einen Dritten veräußert. Dabei soll es sich nach PAZ-Informationen um den Hildesheimer Unternehmer Sebastian Lüder von Lüder-Immobilien handeln, der sich ebenfalls bei dem Investoren-Wettbewerb für das Lindenquartier beworben, aber keinen Erfolg gehabt hatte.

Die Stadt Peine, die bekanntlich bereits 99 Prozent des für den Neubau notwendigen Areals besitzt, beruft sich nun auf das Sanierungsrecht und genehmigt den Verkauf nicht. Dagegen hat der Hildesheimer Unternehmer inzwischen Widerspruch eingelegt. Darüber oder denkbare weitere juristische Schritte sei aber noch nicht entschieden, sagte Bürgermeister Michael Kessler.

Derzeit stehe man in Kontakt zu dem Unternehmer und es gebe Anzeichen dafür, „dass beide Seiten an einer einvernehmlichen Lösung interessiert sind“, so Kessler. „Sollte es keine Lösung geben, würden die Ziele der Sanierung deutlich erschwert“, erläuterte Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey.

Die Ausweisung des Lindenquartiers als Sanierungsgebiet ist nach Auffassung der Stadt Peine eben auch wegen möglicher rechtlicher Auseinandersetzungen der richtige Schritt gewesen. Denn die komplizierten Eigentumsverhältnisse im ehemaligen City Center überlagern eben immer noch die laufenden Verhandlungen im Investorenwettbewerb.

mic

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