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Sexueller Missbrauch in 88 Fällen: Peiner muss für vier Jahre ins Gefängnis

Peine Sexueller Missbrauch in 88 Fällen: Peiner muss für vier Jahre ins Gefängnis

Peine/Hildesheim. Ein 44-Jähriger aus Peine ist gestern wegen sexuellen Missbrauchs in 88 Fällen zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der Mann hat vor der Jugendschutzkammer des Hildesheimer Landgerichts gestanden, seine inzwischen erwachsene Stieftochter seit ihrem zehnten bis zum 18. Lebensjahr regelmäßig missbraucht zu haben. Wenigstens einmal im Monat, nach ihren Angaben sogar zweimal in der Woche, soll er nachts in ihr Bett gekommen sein.

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Der 44-Jährige geht aus dem Verhandlungsraum im Landgericht Hildesheim.

Quelle: bar

2006 wurde das Mädchen durch den Stiefvater schwanger. Er brachte sie selbst in die Klinik, um einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Von da an gab es weiterhin Geschlechtsverkehr mit der Stieftochter. Erst als 18-Jährige gelang es ihr mit Unterstützung ihres heutigen Ehemannes, sich von der Familie zu lösen.

Dabei habe sie schon als 13-Jährige Hilfe gesucht, erzählte die jetzt 24-Jährige vor Gericht: Bei Verwandten, einem Lehrer und einer Schulleiterin. Sie habe von ihrer Not erzählt, wünschte sich Unterstützung, um zur Großmutter zu ziehen. Doch man habe sie ignoriert: „Ich war ganz alleine, niemand hat mir geglaubt.“

Ihr Stiefvater habe sie von anderen Verwandten ferngehalten, sie als "Schlampe" hingestellt, und der Mutter entfremdet. „Ich habe jede Nacht geweint.“ Ihre Mutter kam nach Überzeugung des Gerichts einmal überraschend dazu, als ihr Mann die Tochter missbrauchte. Damals soll sie ihn mit dem Messer bedroht haben, trotzdem schützte sie das Mädchen später nicht. Auch wenn die Mutter ihre eigenen Gründe und Zwänge hatte, so der Vorsitzende Richter Volker Heckemüller: „Moralisch ist das sicherlich verwerflich.“

Das Opfer war vier Jahre alt, als ihre Mutter den Mann heiratete. Beide bekamen noch fünf gemeinsame Kinder. Eine 18-jährige Halbschwester hatte den Vater ebenfalls angezeigt und ist zu der 24-Jährigen gezogen. Eine 19-jährige Halbschwester wollte zuerst zugunsten des Vaters aussagen, überlegte es sich vor Gericht aber anders und schwieg.

Die Anklage hatte dem 44-Jährigen 400 Missbrauchsfälle vorgeworfen, er wollte aber diese Zahl nicht einräumen. Um ein Geständnis zu erreichen, wurde die Zahl auf 88 Fälle reduziert: 44 Fälle vor dem 14. Lebensjahr, 44 danach. Das Urteil für den Peiner Täter lautet vor dem Landgericht Hildesheim: Vier Jahre und drei Monate Gefängnis.

bar

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