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Sexueller Missbrauch eines Kindes? Freispruch

Angeklagter (25) stand vor Peiner Amtsgericht Sexueller Missbrauch eines Kindes? Freispruch

Freispruch gab es für einen 25-Jährigen aus Telgte, der sich gestern wegen sexuellen Missbrauchs an einem damals siebenjährigen Jungen in vier Fällen vor dem Peiner Amtsgericht verantworten musste. Zeuge war der seinerzeit neunjährige Bruder des Jungen. Die Taten hatten sich angeblich 2014 in einem Mehrfamilienhaus in Telgte abgespielt, ließen sich gestern allerdings nicht mehr nachvollziehen.

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Hier wurde das Urteil gefällt: Im Amtsgericht in Peine.

Quelle: Archiv

Peine. Laut Anklage hatte der 25-Jährige, der heute wegen Depressionen unter Betreuung steht, mit den Kindern in den Sommerferien 2014 häufiger etwas unternommen und sie zu sich in die Wohnung eingeladen, um dort Computerspiele zu spielen. Einmal schliefen die Jungen auch bei dem 25-Jährigen.

In jener Nacht soll es zum schwersten Übergriff gekommen sein, so die Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte soll mit dem Siebenjährigen in einem Bett geschlafen und ihn nachts am nackten Po sowie Geschlechtsteil berührt haben. Der Junge habe dabei geschlafen, der ältere Bruder wollte den Übergriff beobachtet haben. Allerdings unterschieden sich die Versionen in verschiedenen Aussagen deutlich. Unklar blieb gestern, ob der Zeuge die Taten nicht vielleicht nur geträumt hatte.

Während die Szene im Bett in einer Vernehmung des Neunjährigen im Jahr 2014 keine Rolle spielte, schilderte der heute Zwölfjährige das Geschehen 2016 recht präzise. Vor Gericht berichtete er unter Ausschluss der Öffentlichkeit, dass der Angeklagte seinen Bruder eindeutig sexuell bedrängt haben soll.

Ein weiterer Vorwurf: Der 25-Jährige soll den jüngeren der Brüder erneut belästigt haben. Davon war gestern in den Aussagen der Brüder aber keine Rede mehr. Auch der Vorwurf, dass der Angeklagte den Siebenjährigen auf den nackten Po gehauen habe, ließ sich gestern nicht abschließend klären. Zu sehr hatte die Richterin bei den Zeugen bei Einzelheiten nachhaken müssen. Am Ende forderte sogar der Staatsanwalt einen Freispruch. Lediglich der Anwalt der betroffenen Familie forderte einen Schuldspruch für den Angeklagten – ohne Erfolg.

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