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Sexueller Missbrauch: Zwei Jahre Bewährung für Peiner

Landgericht Sexueller Missbrauch: Zwei Jahre Bewährung für Peiner

Peine/Hildesheim. Mit Spannung wurde gestern Mittag das Urteil im Prozess um einen 51-jährigen Peiner erwartet, der sich seit Beginn der Woche vor dem Landgericht Hildesheim wegen sexuellen Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person verantworten musste. Zum Schluss stand fest: Der Angeklagte bekam zwei Jahre auf Bewährung.

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Wegen sexuellen Missbrauchs einer Frau wurde ein Peiner (links) zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Quelle: Jasper Warzecha

Der Vorfall hat sich in der späten Nacht des Himmelfahrtstages 2015 in seiner Wohnung in Peine ereignet. Beide sollen hochgradig alkoholisiert und die Frau daher widerstandsunfähig gewesen sein.

Zu Beginn des letzten Prozesstages hörte die Kammer die letzte Zeugin, eine DNA-Sachverständige vom LKA. Diese ging umfassend auf die Genitalproben des Angeklagten und des Opfers ein, wobei sie zu dem Schluss kam, dass es „zu wenig DNA-Merkmale gibt, um eine wirklich eindeutige Aussage treffen zu können.“

Sie sagte allerdings auch, dass „es nicht ausgeschlossen werden kann, dass es eine sexuelle Handlung zwischen den beiden Personen gab.“

Bevor die Abschlussplädoyers der Staatsanwaltschaft, der Nebenklage, sowie der Verteidigung bevorstanden, beteuerte der 51-Jährige noch einmal, dass er „ein schlechtes Gewissen gegenüber den Eltern“ habe - der Angeklagte ist nicht nur der Patenonkel der erwachsenen jungen Frau, sondern auch beruflich mit dem Vater verbunden.

Da die Befragung des Opfers am ersten Tag des Prozesses bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hatte, mussten die Besucher auch bei den Plädoyers den Saal verlassen.

Nach mehr als zwei Stunden Plädoyers und Beratungszeit stand dann fest, dass der Angeklagte zu zwei Jahren auf Bewährung und einem zusätzlichen Schmerzensgeld in Höhe von 1000 Euro verurteilt wurde. Zuvor hatte er bereits in einem Täter-Opfer-Ausgleich Schadensersatz gezahlt.

Damit folgte der vorsitzende Richter dem Antrag der Nebenklage. In seinem Urteil hielt er dem Angeklagten zudem zu Gute, dass „die Tat wohl nicht im Vorfeld geplant gewesen sei“.

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