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Sexueller Missbrauch:Haft für 32-Jährigen

Peine Sexueller Missbrauch:Haft für 32-Jährigen

Peine . Kopfschütteln, ungläubige Blicke. Dann versinkt sein Gesicht hinter beiden Händen. So reagierte der 32-jährige Eventmanager aus Peine auf das Urteil des Detmolder Landgerichts, das ihn gestern wegen schweren sexuellen Missbrauchs an einer widerstandsunfähigen Person zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilte - schreibt die „Lippische Landeszeitung“.

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Im Gericht: Der Angeklagte (r.) mit seinem Verteidiger Manfred Christian aus Peine.

In der Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende Richter Karsten Niemeyer, die Kammer sei überzeugt, dass der 32-Jährige nach einem Konzert des Rappers Kay One im Januar diesen Jahres Sex mit einer alkoholisierten 20-Jährigen hatte. „Sie hat geschlafen und wollte es nicht, aber der Angeklagte hat die Situation einfach ganz dreist ausgenutzt“, sagte Niemeyer.

Am ersten Prozesstag stand noch Aussage gegen Aussage. Der 32-Jährige hatte von einvernehmlichem Geschlechtsverkehr mit der 20-Jährigen berichtet. Die Version der jungen Frau: Er habe ausgenutzt, dass sie völlig betrunken auf seinem Bett in einem Hotelzimmer in Bad Salzuflen gelegen und geschlafen habe. Ihrer Aussage glaubte das Gericht. Niemeyer: „Sie hat kein Motiv, den Angeklagten zu Unrecht zu belasten.“

Die junge Frau hatte nach dem Auftritt von Kay One in der Detmolder Diskothek „Villagio“ den Peiner im VIP-Bereich kennengelernt, mit ihm getanzt und getrunken. Später war sie mit ihm und der Band ins Hotel gefahren. Für den „Booking-Agent“, der Musiker und Veranstalter zusammenbringt und die Künstler vor, während und nach einem Auftritt betreut, war dies ein ganz normaler Abend.

Diese Aussage unterstützten weitere Mitglieder aus dem Team des Rappers. „Nach dem Auftritt wird im VIP-Bereich mit Mädchen getrunken und gefeiert. Danach geht‘s ins Hotel. Jede, die sich darauf einlässt, weiß, worum es geht“, so ein Mitarbeiter im Zeugenstand.

Doch dieses „Naturgesetz“ stieß bei der Strafkammer auf taube Ohren. Der Verteidiger des Angeklagten, Manfred Christian, hatte Freispruch gefordert, Staatsanwältin Gisela Brinkforth-Pekoch eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten beantragt.

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