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Sexueller Missbrauch: Fünf Jahre Haft

Menschen vor Gericht Sexueller Missbrauch: Fünf Jahre Haft

Im Prozess wegen sexuellen Missbrauchs eines zur Tatzeit zwölfjährigen Mädchens ist ein 51-jähriger Peiner vom Landgericht Hildesheim zu fünf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt wurden.

Hildesheim . Dem Mann wurden zwei sexuelle Übergriffe auf die Stief-Enkelin seiner Lebensgefährtin zwischen August 2004 und September 2009 vorgeworfen. Das Gericht sah die Schuld des Angeklagten als erwiesen an und verurteilte ihn wegen sexuellen Missbrauchs mit anschließender Sicherungsverwahrung.

„Vom Angeklagten geht auch weiterhin eine Gefahr aus”, machte der Vorsitzende Richter Volker Heckemüller in der Urteilsbegründung deutlich. Die zur Last gelegten Taten seien dem Angeklagten nicht fremd, und er habe sich auch nicht durch eine vorherige Haftstrafe abschrecken lassen.

Aber auch die Angehörigen des Opfers sprach der Richter an: „Sie haben die Augen verschlossen und müssen sich kritische Fragen gefallen lassen.” Damit spielte er auf die im Prozess deutlich gewordene Sorglosigkeit der Familie im Umgang mit dem Angeklagten an.

Dieser sei immer wieder über Stunden mit den Kindern allein im Wohnzimmer gewesen. Dabei war er vor zehn Jahren bereits schon einmal wegen eines Missbrauchsdeliktes verurteilt worden. Der damalige Sachverhalt wies hohe Ähnlichkeit mit den jetzigen Vorwürfen auf.

Für das Gericht war die Wiederholung solcher Taten „ein Beleg für die Dreistigkeit des Angeklagten“. Zudem sei der Vertrauensbruch des Angeklagten gegenüber dem Opfer gravierend, da er in der Familie als Stief-Opa angesehen wurde. Die Aussage des Opfers hielt das Gericht für glaubwürdig und hob zudem die hohe Qualität der Gutachten hervor, die im Prozess vorgestellt wurden.

Eine sozialtherapeutische Behandlung hielt das Gericht für ungeeignet. Da der Angeklagte sich nicht zu seinen Taten bekenne, sei ein Erfolg einer solchen Therapie fraglich. Die Sicherungsverwahrung bedeute nicht, dass der 51-Jährige für immer und ewig eingesperrt würde. Aber er müsse sich kritisch mit seinem Tun auseinandersetzen. „Wenn Sie Ihr Verhalten beibehalten, werden Sie sehr lange in Sicherungsverwahrung bleiben”, machte Richter Heckemüller dem Beschuldigten klar.

Das Gericht orientierte sich mit dem Urteil an den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwältin hatte fünf Jahre und sechs Monate Haft mit Sicherungsverwahrung gefordert. Der Verteidiger des Mannes hatte Zweifel an der Eindeutigkeit der Beweise und forderte deshalb einen Freispruch seines Mandanten. Dem wurde nicht entsprochen.

fl

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