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Sexuelle Nötigung: Freispruch für 24-Jährigen

Verhandlung vor dem Amtsgericht Sexuelle Nötigung: Freispruch für 24-Jährigen

Mit einem Freispruch endete gestern ein heikler Fall, der vor dem Amtsgericht Peine verhandelt wurde. Einem jungen Mann wurde sexuelle Nötigung in zwei Fällen vorgeworfen. Der behinderte Mann (24) erhielt einen Freispruch, da es zu keiner Gewaltanwendung gekommen sei.

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Amtsgericht Peine: Hier wurde verhandelt.

Quelle: Archiv

Peine. Was war geschehen? Zwei junge Erwachsene, welche durch ihre geistige Behinderung in einer Einrichtung in Klein Ilsede lebten, haben sich dort kennengelernt und entwickelten eine Freundschaft. Im Laufe der Zeit entstand daraus eine Beziehung. Nach und nach kam bei dem Beschuldigten (24) immer mehr das Bedürfnis nach menschlicher Nähe auf, und er forderte von seiner Freundin (31) sexuelle Zuwendung. Ihr war diese Vorstellung jedoch unangenehm, hatte sie doch keinerlei Vorstellung und Erfahrung, doch sein Drängen ließ nicht nach. Da sie sich bedrängt fühlte und ihre Ruhe habe wollte, gab sie ihrem Freund nach. Sie habe sich jedes Mal unwohl gefühlt, sagte sie. Mit jemandem darüber sprechen konnte und wollte sie auch nicht, da es „ein Geheimnis“ bleiben solle, wie sie zugab.
Nach einem mehrwöchigen Aufenthalt im Elternhaus seiner Freundin, wo es ebenfalls zu entsprechenden Handlungen kam, kehrte der Beklagte nach Klein Ilsede zurück, wo man ihn über eine Anzeige wegen sexueller Nötigung in zwei Fällen informierte. Er musste daraufhin die Einrichtung verlassen und war für mehrere Monate in der Psychiatrie in Königslutter.
Nach eigenen Angaben hat der Angeklagte die Abweisung seiner Freundin nicht verstanden. Jeweils nach kurzer Zeit habe sie doch dem Beischlaf zugestimmt, gab er an und bestätigte, dass er sie einmal an den Schultern „ein wenig heruntergedrückt habe“.
Der Richter führte die Befragungen mit großem Einfühlungsvermögen durch und bestätigte der emotional stark beteiligten, jungen Frau, dass er ihr uneingeschränkt glaube. Dadurch, dass es zu keinerlei Gewaltanwendung gekommen sei, bliebe ihm aber nichts anderes übrig, als einen Freispruch zu erteilen.

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