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Sexualmord: Lange Haftstrafe für den Täter (46)

Landgericht Sexualmord: Lange Haftstrafe für den Täter (46)

Vechelde/Braunschweig. Urteil gegen den psychisch kranken Sexualmörder, dem nach 20 Jahren der Mord an der Vechelderin Anke R. nachgewiesen werden konnte: Das Landgericht Braunschweig verurteilte den Psychiatrie-Patienten gestern zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft.

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Der 46-jährige Angeklagte (vorne) musste sich vor dem Landgericht verantworten – und wurde verurteilt.

Quelle: A

Der wegen Vergewaltigung vorbestrafte 46-Jährige hatte 1992 im Oberharz die damals 23-jährige Vechelderin vergewaltigt und getötet. Der Fall wurde erst 20Jahre später dank neuer Analysemethoden aufgeklärt (siehe Info).

Im Sweatshirt saß der 46-Jährige auf der Anklagebank, sein Blick meist nach unten gerichtet, als ihn das Schwurgericht wegen Mordes schuldig sprach. Richter Ralf-Michael Polomski sagte: „Die 23-Jährige hatte keine Chance.“ Von hinten habe der Angeklagte die Vechelderin überfallen, die zu diesem Zeitpunkt auf einem Jugendrotkreuz-Lehrgang im Oberharz war. Sie hatte alleine spazieren gehen wollen, als er sie unter Drohungen auf eine Lichtung zwang. Dort fesselte er sein Opfer mit Klebeband und missbrauchte sie. Um die Vergewaltigung zu vertuschen, musste die junge Frau nach Auffassung des Gerichts sterben.

Polomski weiter: „Die genaue Todesursache konnte letztendlich nicht festgestellt werden.“ Klar sei jedoch, dass die 23-Jährige durch den Angeklagten ums Leben kam. Eine verminderte Schulfähigkeit des 46-Jährigen bei der Tat sei zumindest nicht auszuschließen - daher blieb das Schwurgericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine lebenslange Haftstrafe gefordert hatte.

Unabhängig vom Richterspruch wird sich für den Mörder zunächst jedoch wenig ändern: Seit 1988 wird er in einem Psychiatrie-Krankenhaus im Maßregelvollzug therapiert. Erst wenn seine Behandlung als abgeschlossen gilt, muss er in ein Gefängnis. Nach Ende dieser Haftstrafe wird geprüft, ob er in Sicherungsverwahrung kommt - erst wenn Gutachter ihn für ungefährlich hielten, käme er somit endgültig frei. Polomski: „Der Hang zu weiteren Straftaten kann nicht festgestellt werden, ist aber wahrscheinlich.“

js

Info - Der Mord an Anke R.: Im Oktober 1992 verschwand die damals 23-jährige Anke R. während eines Lehrgangs des Jugendrotkreuzes in St. Andreasberg im Oberharz – erst nach fünf Monaten fanden Kinder beim Spielen die Leiche der Vechelderin. Der Angeklagte (46) galt schon damals als Verdächtiger. Er war als verurteilter Vergewaltiger auf einem begleiteten therapeutischen Ausflug, hatte sich aber von der Gruppe entfernt. Erst moderne Analyse-Methoden konnten den 46-Jährigen rund 20 Jahre nach der Tat überführen. Zu Prozessbeginn hatte er lediglich ein Teilgeständnis abgelegt.

js

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