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Senator Carl Voges: Vom Knopfmacher zum Politiker

Peine Senator Carl Voges: Vom Knopfmacher zum Politiker

Die Senator-Voges-Straße, die vom Peiner Hagenmarkt abgeht, ist vielen Peiner bekannt, doch wer war eigentlich der Mann, der der Straße seinen Namen verliehen hat? Die PAZ stellt Carl Heinrich Theodor Voges in einer Artikelserie vor, die heute mit seinen ersten Jahren startet.

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Ein seltenes Foto von Senator Carl Voges.

Quelle: Stadtarchiv

Geboren wurde Voges als fünftes Kind einer Handwerkerfamilie im Jahr 1830, sein Elternhaus befand sich in der Rosenthaler Straße 4, direkt neben dem Marktplatz. Sein Vater war Knopfmacher und hatte dort seinen Betrieb.

Voges Vater war aber nicht nur Unternehmer, er hatte bei der Schlacht von Waterloo gegen Frankreich gekämpft und „als Unteroffizier Kenntnisse erworben, die über das Bildungsniveau eines Kleinbürgers der Stadt Peine weit hinaus gingen“, so schreibt es Voges stolz in seinem 1917 verfassten Lebenslauf. Das Original der Schrift lagert im Peiner Stadtarchiv, das von Michael Utecht verwaltet wird.

Als Voges sechs Jahre alt war, besuchte er zusammen mit knapp 130 anderen Schülern die Volksschule - die einzige Schule der Stadt Peine zu der Zeit. Dort blieb er bis zum Jahr 1844.

Während seiner Schulzeit erhielt er zudem Privatunterricht in Französisch, Latein und auch Deutsch. Auch nach Verlassen der Schule behielt er dies bei. Für insgesamt vier Wochenstunden bezahlte Voges im Jahr dafür acht Mark.

Familiäre Verpflichtung begründeten dann, dass Voges das Geschäft seines Vaters tatkräftig unterstützte. Im Jahre 1847 beendete er seine Lehrzeit.

Als Gesellenstück erarbeitete Voges dann „zwölf seidene, verschiedene Knöpfe“, wie er es in seinem Lebenslauf beschreibt.

Um seinen Meister machen zu können, ging Voges auf die traditionelle Wanderschaft. „Jeder Handwerker muss drei bis fünf Jahre gewandert haben, um sich in seinem Handwerk draußen auszubilden“, notierte Voges. Er machte Station in Hannover, seine Wanderschaft wurde aber unterbrochen, da die Revolution in Deutschland ausbrach, und so wurde er „wegen Mangel an Arbeit entlassen“, schreibt er über die Osterzeit 1848. Im Oktober ging seine Wanderschaft weiter: Insgesamt 150 Orte hat er in der dann folgenden Zeit bis zum Jahr 1851, wo er nach Peine zurückkehrte, besucht.

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