Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Selbstversuch: Mit Rollstuhl durch Peine

Peine Selbstversuch: Mit Rollstuhl durch Peine

Peine. Wie fühlt es sich an, im Rollstuhl durch die Peiner Fußgängerzone zu fahren? Kann man überhaupt jeden Laden erreichen, oder endet der Einkauf schon an der Türschwelle? Die jungen Menschen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Stadt Peine absolvieren, haben dies bei einem einwöchigen Seminar unter Begleitung von Carola Denker, Leiterin der Kindertagesstätte Lummerland, bei einem Selbstversuch getestet.

Voriger Artikel
Bücher, Bilder und Geige unter der Lupe
Nächster Artikel
Wintereinbruch im Peiner Land:Polizei zählte mehr als 30 Unfälle

Sie machten den Selbstversuch mit Rollstuhl: Die FSJ’ler aus der Stadt Peine mit Carola Denker (links) von der Kita Lummerland.

Quelle: cb

Teilnehmerin Isabell Vornkahl sagte der PAZ: „Um diesen Test starten zu können, hat uns das Philipp-Spitta-Seniorenzentrum freundlicherweise einen Rollstuhl zur Verfügung gestellt.“ Mit dem Rollstuhl unterwegs habe es in der Innenstadt leider auch negative Kommentare von Fußgängern gegeben. Sprüche wie „Was ist das denn für eine?“ hätten kein positives Gefühl bei der Testperson im Rollstuhl hinterlassen.

„Auch in einem sehr engen Peiner Schreibwarenladen war man nicht erfreut über unsere Anwesenheit. Nichts umzustoßen war dort schier unmöglich. Von geräumiger, behindertenfreundlicher Einkaufsmöglichkeit ist dieses Geschäft leider noch weit entfernt“, kritisiert Vornkahl. In einem Drogeriemarkt sei es besser gelaufen, „obwohl die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter anfangs etwas verhalten war“.

Rundum positiv habe eine Buchhandlung abgeschnitten. „Das Erd- und Obergeschoss ist mit einem Fahrstuhl ausgestattet, der es auch behinderten Menschen ermöglicht, die obere Etage zu besuchen. Auf Nachfrage war ein Mitarbeiter gerne bereit, gewünschte Artikel der Schreibwarenabteilung des Untergeschosses für uns zu holen“, so die FSJ‘lerin.

Im Gegensatz dazu hätte ein Schuhgeschäft enttäuscht, „das beim Umbau eine bereits vorhandene Rampe entfernen ließ“. Der Herren- und Kinderschuhbereich sei somit für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar. Was Nichtrollstuhlfahrern im Alltag nicht auffallen würde, sei für die Testpersonen zu unüberwindbaren Hindernissen geworden: Kopfsteinpflaster, hohe Regale und schwer zu öffnenden Eingangstüren.

In einem anschließenden Gespräch hätten Beschäftigten der Behindertenwerkstatt Berkhöpen diese Probleme bestätigt. Vornkahl betont: „Ihnen geht es nicht darum, größtmögliche Aufmerksamkeit zu erlangen, sondern um einen offenen Umgang miteinander und die Tatsache, dass aus dem Gaffen ein Helfen wird.“ Darüber solle man in Peine mal nachdenken.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Bombendrohnung in der Peiner City
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung