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Schwerer Diebstahl: Grund war Langeweile

Peine Schwerer Diebstahl: Grund war Langeweile

Auch ein Einbruch aus bloßer Langeweile kommt einem teuer zu stehen. Das erfuhren jetzt zwei junge Männer vor dem Amtsgericht Peine. Insgesamt zehn Monate Gefängnis ohne Bewährung gab es für einen 25-Jährigen wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall. Er betrat und verließ den Saal mit Handschellen gefesselt, denn er verbüßt bereits eine Haftstrafe, wegen Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen.

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Amtsgericht Peine: Hier mussten sich zwei Männer wegen Diebstahls verantworten.

Quelle: A

Sein Kompagnon (20), ebenso wenig ein unbeschriebenes Blatt, bekam eine Woche Jugendarrest und muss 300 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Dabei hatte der 20-Jährige offensichtlich die Kurve gekriegt, sagte seine Betreuerin von der Jugendgerichtshilfe. Denn er hatte seinen Hauptschulabschluss nachgeholt und sei nun in einer Ausbildung zum Bäcker, seine Zukunft habe gut ausgesehen. Bis zu jenem Sonntag, an dem sich die beiden Angeklagten mit zwei weiteren jungen Männern getroffen hatten. Einer von denen habe mit seinen Einbrüchen geprahlt, und da seien sie auf die Idee gekommen, so etwas auch zu tun.

Die Gründe mitzumachen, seien beim Jüngeren pure Langeweile gewesen. Dem Älteren sei die Gelegenheit gut zupass gekommen, sich kostenlos zu versorgen. Denn das Jobcenter hatte dem Hartz-IV-Empfänger eine Sperre auferlegt und er war pleite. „Das kribbelte mir schon in den Fingern“, gab er zu. Er war es auch, der die Supermarkt-Tür mit einem schweren Schraubschlüssel aufzuschlagen versuchte - allerdings vergeblich. Mit vereinten Kräften konnten die vier die Tür schließlich aufziehen. Der 20-Jährige stand Schmiere, während die drei anderen den Markt schnell verließen und auf ihren Rädern wegfuhren. Jedoch war der Stille Alarm ausgelöst worden. Die Beute: Eine Flasche Obstler und drei Päckchen Tabak.

An der Eingangstür zum Supermarkt entstand ein Sachschaden von rund 1000 Euro. Den Betrag werde sich die Versicherung bestimmt von den Angeklagten zurückholen, erklärte die Richterin. Schließlich versicherten die Angeklagten, den Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen. Auch wollte der 25-Jährige sich bei dem Supermarktbesitzer in einem Brief entschuldigen.

hui

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