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Schwere Körperverletzung: Haftstrafe auf Bewährung

Peine Schwere Körperverletzung: Haftstrafe auf Bewährung

Peine. Für ein Jahr und vier Monate wandert ein 24-jähriger Mann aus Lengede ins Gefängnis, falls er sich nicht an seine Bewährungsstrafen hält. Er war der schweren Körperverletzung angeklagt und zeigte sich vor dem Schöffengericht geständig. Der Erwerbslose muss nun 300 Stunden soziale Arbeit ableisten und die Kosten des Verfahrens tragen. Die Bewährungszeit beträgt vier Jahre.

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Amtsgericht Peine: Hier wurde der Fall verhandelt.

Quelle: A

Zusammen mit zwei anderen, ebenfalls etwas alkoholisierten jungen Männern, die bereits verurteilt worden sind, schlug und trat er vor einem Jahr nahe einer Disco in Lengede auf einen 20-jährigen Peiner ein. Der lag bereits auf dem Boden, einer der Schläger-Kumpane saß auf ihm und traktierte ihn mit Faustschlägen in Gesicht und Oberkörper.

Der Lengeder gab zu, ihm ebenfalls mehrmals in die Seite getreten und geschlagen zu haben. Prellungen im Gesicht, am Oberkörper, an Armen, Beinen, im Bauch-, Nieren- und Beckenbereich und einen Nasenbeinbruch fügten die drei dem Geschädigten zu, der mehrere Tage im Krankenhaus lag und noch monatelang Schmerzen litt.

„Solche Tritte könnten tödlich sein. Wieso tritt man einen völlig wehrlos auf dem Boden liegenden Mann?“, wollte die Richterin wissen. Der Angeklagte blieb die Erklärung schuldig. „Das weiß ich auch, dass das falsch war“, lautete die lapidare Antwort. Auch sonst zeigte sich der 24-Jährige gleichgültig. So hatte er beispielsweise eine Verhandlung per Handy platzen lassen mit der Begründung, ihm sei etwas dazwischen gekommen. Daraufhin wurde er in Untersuchungshaft genommen. Auch bei einem zweiten Verhandlungstermin ließ er die Gelegenheit zum Geständnis trotzdem ungenutzt verstreichen, weshalb sich das Gericht nun noch ein drittes Mal mit ihm befassen musste.

Diesmal zeigte er sich geständig, was die Richterin ihm zugute hielt. Zudem hatte er anderthalb Monate in Untersuchungshaft verbracht. Auf der Minusseite zählten die Vorstrafen und sein Auftreten vor Gericht. Er konnte weder über die Höhe seiner Hartz-IV-Bezüge noch über seine Schulden Auskunft geben. Auch hatte der Angeklagte, der keinen Schulabschluss besitzt und eine Lehre als Koch abgebrochen hatte, keine konkreten Pläne oder Vorstellungen für seine Zukunft angeben. „Sie leben ziellos in den Tag hinein“, sagte die Richterin.

Nun hat er vier Jahre lang Zeit, sich zu bewähren. Ein Bewährungshelfer wird ihm dabei zur Seite stehen.

hui

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