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Schul-Fotograf: Zehn Prozent flossen in die Klassenkassen

Menschen vor Gericht Schul-Fotograf: Zehn Prozent flossen in die Klassenkassen

Der Prozess gegen einen wegen Bestechung angeklagten, auch in Peine tätigen 61 Jahre alten Fotografen aus Lehrte läuft länger als erwartet.

Peine . Der Prozess gegen einen wegen Bestechung angeklagten, auch in Peine tätigen 61 Jahre alten Fotografen aus Lehrte läuft länger als erwartet.
Das Landgericht Hildesheim strich gestern einen für die kommende Woche vorgesehen Verhandlungstag und setzte stattdessen einen neuen Termin Mitte Mai fest.

Der Beschuldigte und seine 51 Jahre alte Angestellte sollen Lehrer und Rektoren an 13 Schulen in den Kreisen Peine, Gifhorn und Hildesheim sowie der Region Hannover bestochen haben. Wenn sie Aufträge für Schülerfoto-Aktionen erhielten, hätten die Firmen des 61-Jährigen Geld- oder Sachspenden an die Schulen geleistet, behauptet die Anklage. Sicher ist, dass sich die Pädagogen, die sich darauf einließen, nicht persönlich bereichert haben.

Der gestrige Prozesstag zeigte wieder einmal das große Problem der Verhandlung: Die Fälle liegen Jahre zurück. Viele Zeugen können sich kaum noch erinnern. So auch ein an einer Peiner Hauptschule tätiger Sozialpädagoge.

Erst nach einigem Nachdenken fiel ihm ein, dass er einmal eine Terminabsprache mit dem Lehrter Fotostudio getroffen hatte. Von den zwischen der Schule und dem Unternehmen ausgehandelten Konditionen wisse er aber nichts, sagte der 42-Jährige.

Anders ein Lehrer aus dem Landkreis Gifhorn: „Wir haben einen Rabatt von zehn Prozent erhalten. Das Geld floss in die Klassenkassen und wurde unter anderem für Tagesfahrten verwendet“, erklärte er gestern im Gerichtssaal.

Der Preisnachlass und die damit verbundenen finanziellen Vorteile seien aber nicht der Grund für die Auftragsvergabe gewesen, betonte der Pädagoge wie schon andere Zeugen vor ihm: „Wir waren mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Wir haben nur einmal einen anderen Fotografen beauftragt, aber da haben uns die Bilder nicht gefallen.“
Dass die Annahme von Geld und Sachspenden durch die Schule in diesem Fall nicht rechtmäßig gewesen sein könnte, habe niemand in Betracht gezogen, sagte der Lehrer weiter.

Das veranlasste den Vorsitzenden Richter des Hildesheimer Landgerichts, Harald Bachmann, zu der Bemerkung: „Wir wissen das auch noch nicht. Aber wir werden darüber entscheiden müssen.“

jkr

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