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Schüsse auf Fahrlehrer: Lange in Haft

Peine/Hildesheim Schüsse auf Fahrlehrer: Lange in Haft

Peine/Hildesheim. Vier Jahre und sechs Monate Haft lautet des Urteil im Revisionsprozess um die Peinerin (41), die im Juni 2013 in Peine auf offener Straße auf das Auto mit ihrem Fahrlehrer und zwei seiner Schüler geschossen hatte.

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Die Peiner Angeklagte neben ihrem Verteidiger.

Quelle: A

Verurteilt wurde die Frau wegen versuchten Totschlags in drei Fällen und unerlaubten Führens einer Waffe. Bis zu ihrem Haftantritt bleibt sie auf freiem Fuß, denn das Landgericht Hildesheim sah keinen Anlass zur Fortsetzung der bereits anderthalb Jahre dauernden Untersuchungshaft.

Gegen das erste Urteil wegen versuchten Mordes und sechs Jahre Haft hatte die Frau erfolgreich Revision beantragt. Schon am zweiten von drei geplanten Verhandlungstagen konnte das Schwurgericht im Landgericht Hildesheim das Urteil verkünden, denn in der ersten Revisionssitzung hatte die Angeklagte ihre Behauptung zurückgenommen, der Mann habe sie verführt, und hatte ihn damit vollends rehabilitiert. Außerdem habe sie gezielt auf ihn geschossen. „Das war mir am wichtigsten, dass sie die Wahrheit sagt“, sagte der Fahrlehrer und Nebenkläger nach der Urteilsverkündung.

Die Angeklagte wuchs in einem kleinen kurdischen Dorf innerhalb strenger Konventionen auf, was vor allem den Umgang zwischen Jungen und Mädchen angeht. Der sei praktisch nicht vorhanden, und auch in Deutschland habe sich ihr soziales Umfeld auf ihren in arrangierter Ehe angetrauten Mann, ihre vier Kinder und die Großfamilie beschränkt, erklärte der psychiatrische Gutachter. Der Kontakt zu einem fremden Mann wie dem attraktiven, freundlichen und modern eingestellten Fahrlehrer - auch der räumliche im Schulauto - sei für sie etwas völlig Ungewohntes gewesen. Zwei Jahre nach der bestandenen Fahrprüfung wollte sie privat Kontakt zu ihm aufnehmen. Doch er zeigte sich nicht interessiert, wehrte alle Versuche ab.

Die Angeklagte habe sich immer weiter hineingesteigert und den Mann massiv gestalkt, sie habe unter großem emotionalen Druck gestanden, als sie schließlich aus Verzweiflung, Enttäuschung und Wut die Waffe auf ihn richtete - zunächst, um ein Gespräch zu erzwingen, erklärte der Gutachter. Doch der Fahrlehrer stieg zu seinen Schülern ins Auto und lenkte es vom Beifahrersitz weg von der Frau - da fielen vier Schüsse, bis das Magazin leer war.

hui

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