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Schülerzahlen im Peiner Land sinken in den kommenden Jahren dramatisch

Kreis Peine Schülerzahlen im Peiner Land sinken in den kommenden Jahren dramatisch

Kreis Peine. Dramatische Entwicklung: In den kommenden Jahren gehen die Schülerzahlen im Peiner Land rapide zurück. Pro Jahrgang sinken die Schülerzahlen bereits in zehn Jahren um ein Drittel an den weiterführenden Schulen. Damit werden ganze Schulzentren in Frage gestellt.

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In den kommenden Jahren sinken die Schülerzahlen dramatisch.

Quelle: A

„Der demografische Wandel trifft den Landkreis Peine sehr abrupt“, sagt Wolf Krämer-Mandeau, der im Auftrag des Kreises die Schulentwicklung im Peiner Land untersucht. Während der demografische Wandel im Land andernorts bereits schleichend seit Jahren zu beobachten ist, macht sich in Peine die Entwicklung erst jetzt bemerkbar. Zuvor waren die Zahlen verhältnismäßig stabil. „Das Nachholen geht dafür jetzt umso schneller“, sagt der Schulentwicklungs-Planer.

Was das für die Schulen bedeutet, erfahren bereits die Grundschulen im Landkreis. Gab es zur Jahrtausendwende noch rund 6500Schüler, sind es aktuell rund 5000. Bis 2018 werden es noch einmal 1000Schüler weniger sein. Die Folge: Viele Klassenzimmer stehen leer, und bereits an einigen Standorten mussten Schulen geschlossen werden.

„In den kommenden Jahren werden pro Jahrgang im Vergleich zu heute 1550Schüler fehlen“, sagt Krämer-Mandeau. Das entspreche rund 22Klassen, die kreisweit weniger gefüllt werden - in einem Jahrgang, machte er die Dimension deutlich. Während die Peiner in den vergangenen Jahren darauf setzen konnten, dass die Bevölkerung im Peiner Land wächst, seien diese Zeiten vorbei. Die Zahl der Menschen im Landkreis werde insgesamt zurückgehen.

Dabei ist das Peiner Land mit seiner Schullandschaft gut aufgestellt. „Der Kreis hat versucht, die ganze Region zu stärken und nicht nur das Zentrum, die Stadt Peine“, sagte Krämer-Mandeau. Alle Schulzentren seien in hervorragendem Zustand. Ob angesichts der dramatischen Entwicklung bei den Schülerzahlen die Zentren auch erhalten werden können, dazu wollte sich Mandeau gestern nicht äußern. „Wir werden jetzt bis zur Sommerpause Vorschläge erarbeiten, wie eine künftige Schullandschaft aussehen könnte“, sagte der Schul-Experte. Diese Vorschläge sollen dann der Politik vorgestellt werden, um dann in die öffentliche Diskussion zu gehen.

pif

Viele Schulstandorte im Landkreis sind in Gefahr

Der Blick ins Detail macht noch deutlicher, wie folgenschwer die Zahlen der aktuellen Schulentwicklungsplanung sind. So zeigt sich, dass es für die bisherigen Sorgenkinder an der Peripherie des Peiner Landes, den Schulstandorten in Edemissen, Hohenhameln und auch Wendeburg zukünftig sehr eng wird. Es wird fraglich sein, ob die Standorte auf Dauer zu halten sind.

In Hohenhameln gibt es in zehn Jahren rund 50 Fünftklässler weniger. So viele Schüler gibt es laut Studie in diesem Jahr im fünften Jahrgang an der Realschule. Auch die Schulen in der Gemeinde Edemissen werden bereits gestützt, indem Schüler aus Stederdorf in die Gemeinde geschickt werden. Doch auch Schulstandorte in der Stadt Peine sind gefährdet. So gibt es an der Bodenstedtschule laut Studie aktuell zehn Fünftklässler an der Hauptschule und 20 an der Realschule, also insgesamt 30 Schüler.

„Auch die Gymnasien im Peiner Land haben den Zenit ihrer Schülerzahlen bereits überschritten“, sagt Wolf Krämer-Mandeau, der die Studie im Auftrag des Landkreises erstellt. Mit gleichbleibenden Schülerzahlen können zunächst nur die beiden Gesamtschulen im Peiner Land – in Vöhrum und in Lengede – rechnen. Allerdings sind auch dort die Zeiten vorbei, in denen die Schulen deutlich mehr Anmeldungen als Plätze hatten.

Spannend wird es, ob einige Schulen Schüler aus dem Umland des Landkreises ziehen. Laut Krämer-Mandeau habe zum Beispiel die IGS Lengede das Potenzial, Schüler aus Salzgitter zu ziehen. „In Lengede wird sehr gute Arbeit gemacht“, sagte er. Zurzeit pendeln rund 40 Schüler pro Jahrgang in den Landkreis Peine ein. Anziehend wirken dabei die Oberschule in Wendeburg und das Julius-Spiegelberg-Gymnasium in Vechelde. Gleichzeitig fahren etwa 20 Schüler pro Jahrgang aus dem Peiner Land in andere Landkreise. Schwerpunkt ist dabei die Gemeinde Hohenhameln. Schüler von dort besuchen Schulen in Hildesheim.

pif

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