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Schrumpfkur bei Peiner Träger: Wer schnell geht, bekommt mehr Geld

Peine Schrumpfkur bei Peiner Träger: Wer schnell geht, bekommt mehr Geld

Die Salzgitter AG tritt beim geplanten Jobabbau aufs Gaspedal: Nach PAZ-Informationen sollen Beschäftigte des kriselnden Stahlherstellers, die bereit sind sofort zu gehen, zusätzlich zu einer Abfindung noch einen Zuschlag bekommen. Die genauen Modalitäten werden im „Zukunftsvertrag“ geregelt, der auch für die Tochtergesellschaft Peiner Träger (PTG) gilt.

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Schichtwechsel beim Stahlhersteller Peiner Träger: Von 1100 Jobs sollen 300 wegfallen.

Quelle: dpa

Über den „Zukunftsvertrag“ wird morgen der Aufsichtsrat des Stahlkonzerns abstimmen. Da sich Geschäftsführung und Betriebsrat über die Inhalte bereits einig sind (PAZ berichtete), gilt der Beschluss als reine Formsache.

Das Sparprogramm sieht für Peine, wo etwa 300 von 1100 Jobs wegfallen, aber noch weitere Lösungen für die Beschäftigten vor: etwa Altersteilzeit, Vorruhestand, die Versetzung in andere Konzerngesellschaften oder die Übernahme in eine Transfergesellschaft, die über zwei Jahre läuft, in denen die Mitarbeiter Zeit haben, sich etwas neues zu suchen. Die Transfergesellschaft soll dabei den Großteil der 300 Jobs auffangen. Mögliche Abfindungszahlungen sollen sich an der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Höhe des aktuellen Lohns orientieren. Konzernweit will Salzgitter 1500 Stellen streichen.

Das Sparprogramm sieht für Peine außerdem vor, die Stahlproduktion auf gut die Hälfte der Kapazität - zirka eine Million Tonnen im Jahr - herunterzufahren.

Geplant ist nach Angaben von Konzernsprecher Bernhard Kleinermann zudem eine engere Zusammenarbeit mit dem Schrottverwerter Deumu. Das Ziel sei aber keine Betriebszusammenlegung, sondern mehr Entscheidungs-Nähe zwischen den beiden Unternehmen.

Dass auch die Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter angedockt werden sollen, sei nicht korrekt, erläuterte Kleinermann. Die VPS soll vielmehr an zentraler Stelle im Konzern bleiben, da sie sämtliche Gesellschaften beliefere.

Ebenfalls im Aufsichtsrat beschlossen werden soll die Verkleinerung der Konzern-Führungsebene. Drei der sechs Vorstandsposten sollen wegfallen. Neben dem Vorstandsvorsitzenden Heinz Jörg Fuhrmann verbleiben dann nur noch ein Finanzvorstand und ein für Personalfragen zuständiger Arbeitsdirektor. Mit dem Sparprogramm einher geht laut Kleinermann auch die Neugliederung des Konzerns in die Bereiche Grobblech/Profile (dazu gehört die PTG), Flachstahl, Handel, Energy (Röhren) und Technologie (Maschinenbau.

Kleinermann betonte, dass Sparmaßnahmen für Peine dringend erforderlich seien. Bis zum Jahresende werde die PTG einen Verlust von rund 100 Millionen Euro ausweisen, der Gesamtkonzern liege etwa bei 400 Millionen im Minus.

mic

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