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Schraubenhersteller PUT rüstet um

Peine Schraubenhersteller PUT rüstet um

Peine. Deutlich sichtbar sind bald die Veränderungen beim Schraubenhersteller Peiner Umformtechnik (PUT) an der Woltorfer Straße. Das Großprojekt „Wärmerückgewinnung“ ist angelaufen. Wärmetauscher und Hunderte Meter Wasserleitungen sind bereits verlegt.

Damit werden die beiden großen blauen Kühltürme vom Dach der Halle, die sich direkt neben der Nord-Süd-Brücke befindet, überflüssig. Die PUT baut sie daher ab.

Als wichtigen Baustein zur Bewältigung einer mehrjährigen Krise investiert das Unternehmen mehrere Millionen Euro in ein Restrukturierungsprogramm des gesamten Werkes. PUT-Werksleiter Reinhold Mautes (54) sagt der PAZ: „Jetzt läuft die Modernisierung des Maschinen- und Anlagenparks, und dazu gehört die Senkung der Energiekosten der äußerst energieintensiven Produktionen der PUT.“ Die Umrüstung, die parallel zur Produktion läuft, soll Ende April beendet sein. Allein dafür setzt das Unternehmen 900 000 Euro ein, darin enthalten sind 181 400 Euro Fördergeld des Bundesumweltministeriums (PAZ berichtete).

Wie will man eine hohe Energie-Effizienz erreichen? Die stärksten Abwärme-Quellen werden laut Mautes mit den größten Energieverbrauchern gekoppelt. Dabei kommen Wärmetauscher zum Einsatz, die einen hohen Wirkungsgrad besitzen. So funktioniert es: In drei Durchlauf-Ofen-Anlagen wird die Abwärme abgezapft: zum einen die etwa 160 Grad heiße Abluft aus dem Brennraum der Öfen und zum zweiten diejenige aus dem etwa 90 Grad heißen Öl. Aus den Öfen fallen laufend die glühenden Produkte (Schrauben, Muttern, Bolzen aus Stahl) in das Ölbad und werden somit abgeschreckt. Der Abteilungsverantwortliche Michael Schütz erklärt: „Bisher wird die Abluft über das Hallendach abgeblasen, und die Abwärme des Öls wird mittels Wasserkühlung in die Kanalisation abgeleitet. Das ist bald vorbei, und deswegen können wir in Kürze die Kühltürme mit einem großen Kran abbauen lassen.“

Das Neue ist nun: Sowohl die Brenner-Abluft als auch das Öl übertragen ihre Hitze an Wasserspeicher, wobei die Brenner-Abluft einen Hochtemperatur-Speicher mit etwa 90 Grad erwärmt und die Ölkühlung einen Niedrigtemperatur-Kessel auf etwa 60 Grad erhitzt. Der heißere Speicher gibt seine Energie an vier Beizbäder ab, die bisher ausschließlich mit Gas beheizt werden und dank des neuen Systems den Gasverbrauch drastisch senken. Transportiert wird das heiße Wasser über die neu verlegten Rohrleitungen. So wird die anfallende Energie sinnvoll genutzt.

tk

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