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Schokolade „made in Germany“ ist gefragt

Peine Schokolade „made in Germany“ ist gefragt

Stederdorf. Exportschlager: Schokoladen-Weihnachtsmänner aus Deutschland sind international gefragt und werden im westeuropäischen Ausland, aber auch in den USA, Japan oder Indien vernascht. Der Markt dafür ist allerdings hart umkämpft.

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Schokoladenhersteller Jürgen Rausch: Seine Firma ist nach eigenen Angaben der größte Hersteller von Edelkakao-Schokoladen in Europa.

Quelle: Holger Hollemann/dpa

Der Schokoladenhersteller Rausch in Stederdorf hat sich deswegen weitgehend aus diesem Segment zurückgezogen. „Der Wettbewerb ist hart, der Preisdruck enorm“, begründet Firmen-Chef Jürgen Rausch.

146 Millionen Schokoladen-Weihnachtsmänner sind in diesem Jahr in Deutschland produziert worden - zwei Millionen mehr als im Vorjahr, berichtet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie. Knapp zwei Drittel davon bleiben in Deutschland. Aber: In Deutschland stagniere der Schokoladenverbrauch seit Jahren auf einem hohen Niveau von 9,7 Kilo pro Kopf der Bevölkerung, was 97 normalen Tafeln entspricht. Etwa die Hälfte der Tafeln sei gefüllt, beliebt seien laut Hans Strohmaier vom Internationalen Süßwarenhandelsverband Sweets Global Network derzeit vor allem Karamell-Füllungen. Auch der Trend zu Premiumqualitäten und zu kleineren Verpackungen halte an.

Rausch, nach eigenen Angaben der größte Hersteller von Edelkakao-Schokoladen in Europa, setzt stark auf dunkle Bitterschokolade: „Sie hat bei den deutschen Verbrauchern inzwischen einen ganz anderen Stellenwert, und sie hat das Image der deutschen Schokolade im Ausland verbessert. Made in Germany ist jetzt auch bei Schokolade ein Qualitätsbegriff“. Zukunftsträchtig sei vor allem der Markt in den USA, meint Rausch.

Weihnachtsmänner aus Schokolade sind unverändert ein deutscher Exportschlager: Etwas mehr als ein Drittel der Produktion geht ins Ausland. Insgesamt wurden in diesem Jahr 146 Millionen Schoko-Weihnachtsmänner hergestellt.

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Das Unternehmen führt seinen Erfolg auf ein klares Produkt- und Marketingkonzept zurück. Derzeit werden unter dem Markennamen Plantagenschokolade neun verschiedene Sorten aus neun kleineren Anbauländern abseits der westafrikanischen Haupt-Anbauregion angeboten, die jeweils unterschiedliche Kakao-Anteile haben. Rausch setzt schon seit vielen Jahren auf Nachhaltigkeit bei Anbau und Verarbeitung des Edelkakaos und fühlt sich dabei als Pionier. Für neue Felder werde kein Regenwald gerodet und das Unternehmen arbeite vor Ort ohne Zwischenhändler mit Kleinbauer-Kooperativen zusammen.

Auch andere Schokoladenhersteller setzen inzwischen auf nachhaltig erzeugten Kakao. Nach Angaben des Süßwaren-Industrieverbandes beträgt dessen Anteil in Deutschland derzeit 17,5 Prozent des insgesamt verarbeiteten Kakaos. Bis 2020 soll der Anteil auf 50 Prozent wachsen. Fazit des Handels-Experten Strohmaier: „Das ist derzeit der mit Abstand wichtigste Trend in der Schokoladen-Branche.“

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