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Schoduvel-Absage: 60 Kilo Süßes für Kitas

Kreis Peine Schoduvel-Absage: 60 Kilo Süßes für Kitas

 Der sogenannte Schoduvel, der Karnevalsumzug in Braunschweig, wurde am Sonntag wegen einer Terrorwarnung abgesagt. Mit bis zu 250 000 Besucher hatten die Organisatoren gerechnet, auch zahlreiche Peiner wären beim größten Karnevalsumzug Norddeutschland mitmarschiert.

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Polizeieinsatz statt Schoduvel: Der riesige Karnevalsumzug in Braunschweig wurde am Sonntag wegen Terrorgefahr abgesagt.

Quelle: dpa/Peter Steffen

Die Absage habe schockiert - doch auch Positives gibt es zu erzählen.

„Wir waren schockiert und traurig, als wir von der Absage gehört haben“, sagt Uwe Weber-Albers, Vorsitzender der Wenser Karneval Gemeinschaft. Die wäre zum neunten Mal mit einem eigenen Wagen beim Schoduvel dabei gewesen. „Wir haben absolut Verständnis für die Absage. Es ist natürlich traurig, dass irgendwelche Idioten es schaffen, so etwas aufzuhalten. Aber die Sicherheit geht vor.“ In vielen Stunden Arbeit hatten die Wenser ihren Motivwagen auf Vordermann gebracht. „Da steckt fast der halbe Sommer drin.“ Doch die Wenser haben auch etwas Positives zu berichten: Ein Großteil der 60 Kilo „Wurfmaterial“, also Süßigkeiten, die sie unters Volk bringen wollten, hat bereits einen dankbaren Abnehmer gefunden, erzählt Weber-Albers: „Ich bin heute morgen in alle Kindergärten in der Gemeinde gefahren und habe die Süßigkeiten dort verteilt.“

Die fast 50 Musiker des Fanfarenzuges Ölsburg waren gerade in Peine und auf dem Weg in Richtung Braunschweig, als sie von der Absage des Umzuges erfuhren. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, sagt Pressewartin Tina Bieband: „Wir dachten erst, es ist ein Scherz. Aber die Sicherheit aller geht vor. Und man weiß ja nicht, ob wirklich etwas passiert wäre.“ Die Musiker seien entsetzt und geschockt gewesen, „dass der Terror immer mehr in unsere Richtung kommt und uns in eine Ecke drängt“.

Einer von insgesamt nur zwei Musikzügen, die trotzdem auftraten, war der Spielmanns- und Hörnerzug Peine. Da eine offizielle Bestätigung der Absage zunächst ausgeblieben war, stoppten die Musiker ihre Anreise nicht. „Vor Ort haben wir dann von der Absage gehört“, berichtet Pressewartin Christine Exner-Szydlowski. Doch nach einem Telefonat mit dem Zugführer entschieden die Peiner Musiker, zu bleiben. „Wir wurden gefragt, ob wir nicht in der Stadthalle spielen möchten. Dafür haben wir uns dann auch entschieden, natürlich nicht, ohne das Einverständnis der Mitglieder und bei Minderjährigen von ihren Eltern einzuholen. Wir haben dann erst vor, später sogar in der Stadthalle auf der Bühne gespielt“, erzählt Exner-Szydlowski. „Die Leute freuten sich. Und dass wir uns nicht haben abschrecken lassen wurde gelobt. Es ist zwar krass, wie nah der Terror mittlerweile gekommen ist, aber wir haben uns dort auch wegen der großen Polizeipräsenz sehr sicher gefühlt.“

js

Was Bürgermeister Michael Kessler und Landkreis-Sprecher Henrik Kühn zu der Absage und möglichen Folgen für Peiner Großveranstaltungen sagen, lesen Sie in der gedruckten PAZ am Dienstag.

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