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Schlechte Prognose für Peine: Viele Ärzte schließen ihre Praxen

Kreis Peine Schlechte Prognose für Peine: Viele Ärzte schließen ihre Praxen

Schlechte Aussichten für Peiner Patienten: Während die Ärzteversorgung im Landkreis Peine vor allem bei Fachärzten noch nahezu 100 Prozent erfüllt, hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsens eine niederschmetternde Prognose für die kommenden Jahre abgegeben. „Peine ist ein Sorgenkind“, sagt KVN-Sprecher Detlef Haffke.

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Untersuchung durch eine Hausärztin: Noch ist die Ärzteversorgung im Kreis Peine bei Fach- und Hausärzten nicht besorgniserregend – das könnte sich jedoch in den nächsten Jahren ändern.

Quelle: Archiv

Kreis Peine. 169 Ärzte, davon 76 Hausärzte, praktizieren aktuell im Landkreis Peine und versorgen so die 130000 Einwohner im gesamten Kreisgebiet.

„Unsere Prognose für das Jahr 2020 zeigt, dass von den 169 Ärzten in Peine in den kommenden acht Jahren 36 in den Ruhestand gehen“, erläutert Detlef Haffke, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsens. Und weiter: „Allein 15 Hausärzte werden ihre Praxis schließen.“

Es werde schwer, diese „Weggänge zu kompensieren“ - das gelte besonders für Peine: „Die klare Tendenz junger Ärzte geht in städtische und nicht ländliche Regionen. Der Kreis Peine ist ein großes Problem für uns und ganz klar ein Sorgenkind.“

Dennoch gibt es auch positive Entwicklungen: Während die Versorgungsquote im Bereich der Hausärzte in den Jahren 2010 und 2011 noch bei lediglich 80 Prozent lag, ist sie aktuell wieder auf 96 Prozent angestiegen. Haffke: „Damit war aber erhebliche Arbeit verbunden, den jungen Ärzten die Vorteile einer ländlichen Region klar zu machen.“

Noch besser sieht es derweil beim Versorgungsgrad von Fachärzten aus. Haffke erläutert: „Der optimale Versorgungsgrad von 100 Prozent wird von fast allen Facharztgruppen erfüllt. Lediglich 3 Augenärzte fehlen, um den Versorgungsgrad 100 Prozent zu erreichen.“

js

Studie zum Ärztemangel: Patienten spüren bislang noch wenig vom Ärztemangel. Das ergab eine bundesweite Studie im Auftrag der Krankenkasse Barmer und der Bertelsmann Stiftung im Dezember 2012, bei der 1500 Personen befragt worden waren. Im ländlichen Raum liegt die Zufriedenheit mit der Erreichbarkeit von Fachärzten bei 81 Prozent, in Städten bei 88 Prozent.

Höher ist die Zufriedenheit bezüglich der Versorgung durch Hausärzte: In Städten liegt diese bei 93 Prozent, in ländlichen Bereichen sogar bei 94 Prozent. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung mahnte jedoch vor falschen Schlussfolgerungen. Denn: Bis 2020 sollen nach Schätzungen der Vereinigung rund 77000 niedergelassene Ärzte in den Ruhestand gehen – darunter sind allein 7000 Hausärzte.

Skepsis herrscht der Studie zufolge besonders beim Blick in die Zukunft auf dem Land: 34 Prozent der Menschen glauben, die Zahl der Fachärzte werde in ihrer Region abnehmen – in Städten sind es 26 Prozent.

js

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