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Schläge bei Honky Tonk: Sieben Zeugen und ein Freispruch

Peine Schläge bei Honky Tonk: Sieben Zeugen und ein Freispruch

Peine. Einen Schlag auf die Nase und einen gegen die Schläfe hat ein 22 Jahre alter Peiner an seine beiden Kontrahenten ausgeteilt. Doch die Anklage wurde fallengelassen, das Gericht urteilte auf Freispruch. Denn ausgerechnet aus dem Freundeskreis der Geschädigten sagte eine Zeugin von insgesamt sieben geladenen aus, dass diese den Angriff eindeutig provoziert hätten.

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Das Amtsgericht in Peine: Hier wurde verhandelt.

Quelle: A

Während des Honky-Tonk-Festivals im vergangenen Jahr war der Angeklagte in jener Nacht im März mit einem Freund und zwei Mädchen in der Peiner Innenstadt unterwegs, als sie eine gleich strukturierte Vierergruppe passierten. Dabei soll es aus dieser Gruppe Beleidigungen gegeben haben, die wohl auch nicht unpariert blieben. Jedenfalls begegneten sich beide Gruppen wenig später nochmals, woraufhin zwei Schüler (17) dem Angeklagten und seinen Freunden nachsetzten, um sie zur Rede zu stellen. Die beiden 17-Jährigen sagten vor Gericht aus, dass sie daraufhin von dem Angeklagten ohne jede Vorwarnung direkt Schläge kassiert hatten - der eine gegen die Schläfe, sodass sein Ohr blutete, der andere ins Gesicht, mit einer Platzwunde und einen dreifachem Nasenbeinbruch als Folge.

Üblicherweise bilden sich bei solchen Vorfällen mit Gruppen zwei Lager, deren Mitglieder vor Gericht jeweils die cliqueneigene Version vertreten. Eine 17-jährige Schülerin, quasi aus dem „gegnerischen“ Lager, sagte jedoch aus, dass ihre beiden Freunde dem Angeklagten und seinen Leuten hinterhergelaufen seien und sie rumgeschubst hätten. Zwar konnte sie die Angaben des Angeklagten nicht bestätigen. Der hatte gesagt, der eine der Schüler hätte ihm eine Backpfeife verpasst und der andere ihn von hinten festgehalten, so dass er sich bedroht fühlte. Das habe sie nicht so genau sehen können. „Aber die beiden haben ganz klar provoziert und wollten nicht aufhören“, erinnerte sie sich.

Während die Staatsanwältin den einschlägig vorbelasteten Angeklagten für schuldig befand, folgte der Richter dem Plädoyer des Verteidigers auf Freispruch. Der Mann habe sicher überreagiert, aber er habe sich in einer bedrohlichen Situation befunden, lautete die Begründung. Zudem seien die beiden hinter ihm hergelaufen und nicht umgekehrt.

hui

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