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Scheune brennt, Feuerwehr rettet Bauernhaus

Handorf Scheune brennt, Feuerwehr rettet Bauernhaus

Scheunenbrand in Handorf: Aus noch ungeklärter Ursache ist am Sonnabend Nachmittag ein Teil eines ehemaligen Bauernhofes am Rodeberg/ Kreisstraße 31 in Flammen aufgegangen. 108 Feuerwehrleute bekämpften das Feuer mit aller Kraft – die Scheune grenzt direkt an ein Wohnhaus.

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Die Straße Rodeberg stand am Sonnabend voll mit Einsatzfahrzeugen und war für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Quelle: Ralf Büchler

Peine-Handorf. Der Qualm ist schon von der Feuerwehrkreuzung aus zu sehen: Beim Näherkommen wird das ganze Ausmaß des Brandes sichtbar. Flammen schlagen in den Himmel, von der Drehleiter der Kernstadt-Wehr aus halten die Freiwilligen die Löschrohre auf Ziegel und Balken.

Um 15.12 Uhr läuft am Sonnabend der Alarm auf. Immer mehr Feuerwehrfahrzeuge treffen ein, es wird eine Schlauchleitung zum Handorfer See gelegt, um genügend Wasser zur Verfügung zu haben. Atemschutzgeräteträger machen sich fertig, der erste Trupp ist schon im Haus, sucht nach Verletzten – und findet eine Katze. Von den Mietern ist niemand mehr im Gebäude.

Peter Kolodziejczak ist Mieter der Hofanlage. Ein Bär von einem Mann, Steinsetzer, mit Vollbart, die langen Haare zum Pferdeschwanz zusammengebunden. Jetzt ist er hilflos: „Ich habe gerade erst alles umgebaut und renoviert, wenn jetzt noch das Haus anfängt zu brennen... .“ Scheune und Wohnhaus sind durch eine von innen verkleidete Holztür verbunden. „Überall sind Hohldecken, wenn da die Gase langziehen und sich entzünden, gibt es hier den großen Knall“, befürchtet Kolodziejczak.

Er verlegte Pflaster im Garten, als ein Kollege ihn auf den Qualm aufmerksam macht, der aus dem Scheunendach aufsteigt. „Er ist noch hin mit dem Feuerlöscher, aber da ist nichts mehr zu machen.“ In der Scheune hat der 60-Jährige eine kleine Werkstatt und einen Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine. „Meine Frau ist noch zur Arbeit, die fällt um, wenn sie das sieht.“

Ziegel krachen zu Boden, Rauch steigt auf: Der Dachboden der Scheune ist mit alten Heu bedeckt, reichlich Nahrung für die Flammen. Von mehreren Seiten löschen die Freiwilligen. Neben der Ortswehr Handorf, die mit Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Wolfgang Siemon als erste am Einsatzort ist, sind die Wehren aus Peine, Rosenthal, Vöhrum, Essinghausen, Dungelbeck, Duttenstedt, Eixe, Röhrse, Schwicheldt und Stederdorf im Einsatz. 19 Fahrzeuge, 108 Mann: Das Problem ist nicht in erster Linie das Löschen des Feuers, sondern dass der Einsatzleiter genügend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung hat.

„Als wir ankamen, stand die Scheune schon im Vollbrand“, sagt Einsatzleiter Siemon. Sofort werden Atemschutzgeräteträger ins Haus geschickt. Die Katze wird gerettet. „Glücklicherweise haben wir ein Übergreifen der Flammen verhindern können“, sagt Siemon. Die Scheune dürfte Bruch sein. Der Dachboden des Wohnhauses hat Wasser abbekommen, abgesehen vom Rauch müsste das Wohnhaus kaum beschädigt worden sein. Über eine Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Erst am Abend rücken die Feuerwehren ab. Am Sonntag um 8.59 Uhr ging es wieter: Das Heu qualmte erneut und wurde gelöscht.

Michael Schröder

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