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Schädliche Öle in Adventskalendern? "Warentest" warnt!

Peine Schädliche Öle in Adventskalendern? "Warentest" warnt!

Stiftung Warentest schlägt Alarm: In der Schokolade zahlreicher namhafter Hersteller sind Mineralöle gefunden worden, die in Lebensmitteln nichts zu suchen haben. Auch ein Adventskalender des Peiner Schokoladen-Herstellers Rausch ist betroffen.

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Ein Adventskalender wurde auf Mineralöle untersucht.

„Wir haben erst am Montag das Analyse-Ergebnis von Stiftung Warentest erhalten“, sagt Rausch-Vertriebsgeschäftsführer Olaf Büttner. Gleichzeitig habe das Peiner Unternehmen auch das Bundesinstitut für Risikobewertung um eine Einschätzung des gesundheitlichen Risikos gebeten.

„Das Ergebnis ist, dass es kein unmittelbare gesundheitliche Gefahr gibt“, sagte Büttner der PAZ. Eine toxische Wirkung der gefundenen Stoffe sei nicht bekannt. Daher sei es jetzt Ziel, festzustellen woher die Belastung stammt. „Wir haben in der Vergangenheit freiwillig ähnliche Tests in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse waren aber nie auffällig“, sagte Büttner. Daher sei das Unternehmen von der Analyse von Stiftung Warentest gestern auch überrascht worden.

Aktuell gibt es die Vermutung, dass die Mineralöle über die Verpackung in die Schokolade gekommen seien. Das schreibt auch Stiftung Warentest. Gesichert sei das aber noch nicht, sagt Büttner. In einigen der untersuchten Adventskalendern seien auch Maschinenöle gefunden worden, die aus dem Herstellungsprozess der Schokolade stammen. In diesem Zusammenhang wird Rausch-Schokolade ausdrücklich nicht genannt.

„Da keine unmittelbare gesundheitliche Gefahr besteht, warten wir jetzt die Analysen ab, die wir kurzfristig in Auftrag gegeben haben“, sagte Büttner. Das Ergebnis sei noch völlig offen, auch eine Rückruf-Aktion sei dann möglich. Die Konfiserie-Kette Arko hat seine Kalender bereits vom Markt genommen.

„Fest steht, dass wir großzügig mit Kundenrückmeldungen umgehen, wenn jemand Bedenken hat, die Schokolade zu essen“, sagte Büttner. Die Firma Rausch hat von den fraglichen Kalendern zwischen 10.000 und 12.000 Stück produziert.

Stellungnahme von Rausch

Gestern Abend gab Jürgen Rausch, Vorsitzender der Geschäftsführung, eine schriftliche Stellungnahme zum Test der Stiftung Warentest ab. „Wir sind von der Mitteilung heute Mittag überrascht worden. Üblich war es bisher, dass die Stiftung Warentest die Firmen, deren Produkte getestet werden, vor der Veröffentlichung informiert, damit diese eine Chance haben, die Feststellungen zu überprüfen und Maßnahmen ergreifen können. Dies ist bei dieser Veröffentlichung leider nicht geschehen“, so Rausch.

Mineralöl-Bestandteile kämen überall in der Natur vor und seien deshalb allgegenwärtig. Das sei vermutlich einer der Gründe, warum der Gesetzgeber keinen Grenzwert für Mineralöl-Bestandteile in Lebensmitteln festgelegt habe. Rausch: „Wir betonen, dass die bei unserem Adventskalender genannten Werte keine Gesundheitsgefährdung darstellen, der Kalender voll verkehrsfähig ist und den lebensmittelrechtlichen Normen entspricht.“

Adventskalender: Analyse von Stiftung Warentest

In 24 von 24 getesteten Adventskalendern hat Stiftung Warentest Rückstände von Mineralölen und ähnlichen Substanzen gefunden. Betroffen sind namhafte Hersteller wie die Confiserie Heilemann, Lindt oder Feodora, aber auch Kalender von Milka, Hussel, Aldi und Lidl.

Stiftung Warentest rät, die Schokolade aus den Kalendern von Arko, Heilemann, aber auch Rausch nicht zu verzehren, sie sei besonders hoch belastet. Ursache für die Belastung könnte die Verpackung sein. Aus der Pappe und den mit ihr bedruckten Farben könnten sich die Mineralöle herausgelöst haben.

Das Problem: Bei den Adventskalendern ist die Schokolade nicht wie bei anderen Produkten besonders geschützt, sondern befindet sich direkt unter der Papp-Verpackung.

Da die Kalender oft schon viele Wochen vor der Adventszeit hergestellt werden, könnten sich während der langen Lagerzeit die Mineralöle lösen und im Schokoladenfett anreichern.

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