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Schacht Konrad: Kontroverse Debatte über Atommüll

Peine Schacht Konrad: Kontroverse Debatte über Atommüll

Peine. Nur noch sechs Jahre: Dann soll in Schacht Konrad im benachbarten Salzgitter schwach- und mittelradioaktiver Abfall eingelagert werden, maximal 303.000 Kubikmeter, innerhalb von 20 Jahren.

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Vortrag über Schacht Konrad im Rat der Stadt Peine: Thomas Thiel (r.) vom Bundesamt für Strahelnschutz und Peines Bürgermeister Michael Kessler.

Eine Rückholbarkeit des Atommülls aus dem Endlager ist nicht vorgesehen. Spannende Informationen zum laufenden Umbau und Sicherheitsaspekten lieferte gestern Abend in der Ratssitzung der beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zuständige Projektleiter Thomas Thiel. Hintergrund: Bürgermeister Michael Kessler (SPD) hatte Thiel eingeladen, weil dem Rat ein Antrag von Ratsherr Jürgen Eggers (Linke) vorliegt, das geplante Atommüllendlager in Form einer Resolution abzulehnen. Kessler äußerte eingangs, dass das Thema komplex sei und allgemein Informationsbedarf bestehe.

„Könnte in Schacht Konrad letztlich doch mehr als die 303 000 Kubikmeter Atommüll eingelagert werden?“ wollte Hartwig Klußmann (GuB) wissen. Es werde doch ständig neuer Müll produziert. Dies verneinte Thiel, denn dafür sei dann ein neues Planfeststellungsverfahren notwendig - bis zum aktuell gültigen Beschluss habe es immerhin gut 20 Jahre gedauert.

„Wie funktioniert konkret die Einlagerung?“, fragte Bürgermeister Kessler. Thiel: „Die speziellen Behälter werden in drei Lagen gestapelt, alle 50 Meter Betonwände eingezogen und dann zusätzlich die Hohlräume zwischen den Behältern mit Beton verfüllt.“ Dies geschehe auch zum Schutz der Beschäftigten in der Anlage. Der Sicherheitsstandard sei hoch, das BfS überprüfe vor der geplanten Inbetriebnahme des Endlagers noch einmal den Stand von Wissenschaft und Technik.

Das Bundesumweltministerium habe zudem zugesagt, die Transportstudie zu Schacht Konrad im Jahr 2020 neu aufzulegen. Derzeit gehe man davon aus, dass 80 Prozent der Abfälle per Bahn und der Rest per Lkw angeliefert werde. Die Überwachung obliege jedoch nicht dem BfS, sondern sei Ländersache.

Ferner hieß es, dass Wasser aus dem Bergwerk laut einer Untersuchung frühestens nach 300 000 Jahren an die Oberfläche gelangen könne und dann nur noch Strahlung im natürlichen Bereich enthalte. Elke Kentner (Grüne) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass davon die Fuhse betroffen sein könnte, die bekanntlich durch Peine fließt. Gleiches gelte für die Aue, die sich durch Vechelde und Wendeburg schlängelt, ergänzte Burkhard Zühlke (SPD).

Ob es nach Ende der Einlagerung eine ständige Überwachung der Strahlenwerte gebe, wollte der städtische Hochbauamtsleiter Florian Hahn wissen. Dies sei oberirdisch der Fall, unterirdisch seien keine Messungen geplant, erklärte Thiel. Über den Eggers-Antrag mit der Schacht-Konrad-Resolution soll nun im Spätsommer im Rat abgestimmt werden.

mic

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