Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regen

Navigation:
„Sauberen Acker hinterlassen“

Landwirtschaftskammer Peine „Sauberen Acker hinterlassen“

Überall stehen große Kartons herum, die Regale sind zum großen Teil schon leer geräumt: Mit dem Eintritt von Christoph Reese in das Rentenalter wird die Peiner Außenstelle der Landwirtschaftskammer aufgelöst, es werden in Zukunft nur noch wöchentliche Sprechstunden angeboten. Heute hat Reese seinen letzten Arbeitstag.

Voriger Artikel
Foto-Modell, auch mit Pampers
Nächster Artikel
„Geordnetes Chaos in Prag“

Christoph Reese geht heute in den wohlverdienten Ruhestand.

Quelle: Christian Bierwagen

Peine. „Ich leide“, sagt er knapp zu seinem Befinden angesichts dieser Tatsache, und man glaubt ihm das sofort. Er habe zwar auf die Zeit nach seinem Ausscheiden hingearbeitet und hinterlasse einen „sauberen Acker“, herbeigesehnt habe er sie aber nicht. Bis zum Schluss hat er seine Aufgabe als Berater der Landwirte sehr ernst genommen. „Jetzt muss ich nach 40 Berufsjahren von 110 Prozent runterkommen“, sagt er.

Liebe zur Landwirtschaft

Geboren wurde Reese am 31. Januar 1946 in Gielde im Kreis Wolfenbüttel als Spross einer Landwirtsfamilie, und auch ihm steckt die Liebe zur Landwirtschaft im Blut. Das wird aus jedem Satz deutlich. Reese hat den Beruf des Landwirts „von der Pike auf“ gelernt. „Mein Lehrbetrieb hat damals für den Ackerbau noch Pferde eingesetzt“, erinnert er sich. Vieles wurde noch von Hand erledigt, was heute längst Maschinen machen. „Es waren viel mehr Menschen auf den Höfen beschäftigt. Für die Atmosphäre in den Dörfern war das besser“, sagt der 63-Jährige.

Den elterlichen Hof übernahm der ältere Bruder, so dass er selbst sich etwas anderes suchen musste. „Da habe ich an der Fachhochschule in Hildesheim Landwirtschaft studiert“, sagt er. Über Stationen in Osterode, Burgdorf, Goslar und Braunschweig kam er 1974, in der Zeit der Gebietsreform, nach Peine. Bis 1994 hat er gemeinsam mit dem ersten Leiter der Außenstelle, Dr. Lothar Scheibe, gewirkt. Dann ging Scheibe in den Ruhestand, und Reese übernahm die Leitung.

„In all den Jahren hat sich viel geändert. Als ich 1974 nach Peine kam, gab es noch 1500 landwirtschaftliche Betriebe. Heute sind es noch 440“, sagt Reese. Zunächst seien es eher die kleineren Höfe gewesen, die aufgegeben haben, mittlerweile treffe es auch größere. Und es gebe bereits Ortschaften ohne einen einzigen Landwirt. Viele der Auflösungen und Übergaben hat er beratend begleitet.
Jagd als Hobby

Aber auch die Zeit der Überproduktion seit Ende der 1970er-Jahre hat er miterlebt – die Milchquotenregelung aufgrund der „Butterberge“, die Abschlachtprämien und die Flächenstilllegungen. „Die Verwaltungsaufgaben sind immer mehr geworden. Dabei arbeite ich gar nicht gern vom Schreibtisch aus. Ich halte lieber den direkten Kontakt zu den Landwirten. Meist ist mir das auch gelungen“, blickt Reese zurück auf sein langes Wirken in Peine.

Langweilig werden wird ihm nicht. „Ich habe einige Ehrenämter und gehe gern auf die Jagd“, sagt Reese, der seit 40 Jahren verheiratet ist und zwei erwachsene Söhne hat.

Kerstin Wosnitza

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

0c19d8a6-b715-11e7-b2bc-1ed82c2171d1
Street-Food-Festival in Peine

Das war es: das 1. Peiner Street Food Festival am vergangenen Wochenende auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Satt sollte dort jeder geworden sein, denn die insgesamt 58 Stände boten Kulinarisches für Jedermann.

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung