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Sanierungsfall: Sieben Jahre alte Straße

Peine Sanierungsfall: Sieben Jahre alte Straße

Vöhrum. Nur sieben Jahre nachdem das grau-anthrazit-gemusterte Pflaster im Garbenweg verlegt wurde, ist die Straße im Vöhrumer Neubaugebiet „Knickfeld“ ein Sanierungsfall. 215000 Euro sind im Haushalt der Stadt Peine für 2013 dafür eingeplant. Geld, für das nun möglicherweise der Steuerzahler aufkommen muss. Grund dafür ist, dass die Frist für den Gewährleistungsanspruch gegenüber der Baufirma verstrichen ist - obwohl Baumängel rechtzeitig bekannt waren.

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Garbenweg in Vöhrum: 2006 wurde hier das grau-anthrazit-gemusterte Pflaster verlegt, obwohl – wie sich erst später herausstellte – der Untergrund schadhaft war.

Die Stadt Peine erklärte gestern auf PAZ-Anfrage, dass die rechtliche Prüfung der Haftungsfrage noch nicht ganz abgeschlossen sei. Im Haushaltsplan gebe es den Ansatz von 215000 Euro deshalb, weil man damit rechnen müsse, dass keine Dritten haftbar gemacht werden könnten. Derzeit würden neue Hinweise, die sich mit der Haftungsfrage befassen, juristisch bewertet. Mehr wollte Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey mit Verweis auf die derzeit laufende juristische Prüfung aktuell nicht sagen.

Hintergrund: Mit der Erschließung des Vöhrumer Neubaugebiets Knickfeld im Jahr 2002 wurde der Garbenweg zunächst als Baustraße hergestellt. Weil sich die privaten Hausbauprojekte an der Straße hinzogen, floss der Verkehr vier Jahre über die Schotterstraße, bis 2006 das Pflaster verlegt wurde. Bereits ein Jahr später wurden erstmals Mängel am Garbenweg bekannt. Dazu trug unter anderen maßgeblich ein Vörumer Privatmann bei, der Bauingenieur ist. Zu erkennen waren die Mängel äußerlich kaum: Unebenheiten im Pflaster wurden von der damals ausführenden Firma mehrfach beseitigt.

Als eigentliches Problem stellte sich sehr viel später der offenbar desolate Untergrund des Garbenwegs heraus. Das bestätigte die Stadt der PAZ bereits im Oktober vergangenen Jahres. Während der vierjährigen Nutzung als Baustraße war der Garbenweg offenbar derart belastet und durch Frost beschädigt worden, dass der Untergrund vor der Verlegung des Pflasters hätte komplett erneuert werden müssen. Das stellte sich allerdings erst 2010 heraus, als die Stadt auch auf Drängen von Vöhrumer Bürgern ein Bodengutachten veranlasste.

Längere Nutzungszeiten von Baustraßen hätten bis dato keine Probleme verursacht, hieß es. Allerdings zog die Stadt nach eigenen Angaben aus dem „Fall Garbenweg“ die Konsequenz, dass seit 2006 sämtliche Baustraßen in Neubaugebieten mit einer Asphaltdecke versehen werden, die dann vor dem endgültigen Pflastereinbau wieder entfernt wird. Dies sei zwar mit zusätzlichen Kosten verbunden, aber ein Zerfahren der Schottertragschicht sei damit nicht mehr möglich.

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