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Samieske bewirbt sich um Posten als Landrat

Kreis Peine Samieske bewirbt sich um Posten als Landrat

Veränderung oder Konstanz? Am 11. September haben die Peiner die Möglichkeit, ein Votum für ihren favorisierten Landrat abzugeben. Wer das Rennen machen wird, steht noch völlig in den Sternen. Die PAZ hat sich deshalb mit allen Kandidaten getroffen, um sie in loser Reihenfolge vorzustellen. 

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Dieter Samieske aus Duttenstedt möchte nächster Landrat des Landkreises Peine werden.

Quelle: Foto: Thorsten Pifan

Auf der vierten und letzten Sonderseite geht es um einenen, der erst seit Kurzem im Rennen um das Amt des Landrats auf dem Peiner Schlossberg ist: Dieter Samieske. Der Duttenstedter tritt für die Partei Die Linke an.

Sein Ziel ist es, die soziale Infrastruktur im Peiner Land zu stärken. Auch wenn seine Kandidatur erst sehr spät kommt, weiß der Politiker doch stets, was die Stunde geschlagen hat, denn als Hobby nennt Samieske selbst seinen „Uhrentick“. „Mich faszinieren Automatik-Uhren“, sagte er. Auf der Jagd nach neuen Stücken hat er gleich ein zweites Ziel: „Mehr als 50 Euro gebe ich pro Uhr nicht aus!“

Neben sozialen Themen sind Samieske auch soziale Kontakte wichtig. Deshalb trifft er sich regelmäßig mit Freunden, um Gesellschaftsspiele oder Karten zu spielen.

Weniger politisch aber auch von den Interessen her hat Samieske eine ganz besondere Verbindung zum CDU-Landratskandidaten Burkhard Budde, dessen Leidenschaft die Lyrik ist. „Auch ich schreibe gern Gedichte“, verrät Samieske - allerdings nutzt er die Verse nur für private Zwecke. „Anders als Herr Budde vermarkte ich die Lyrik nicht“, sagte der Kandidat.

Angetreten ist Samieske, weil er mit der Sozialpolitik der SPD nicht einverstanden ist und die Linken weitere linkspolitische Akzente setzen wollen. „Als Kriegsgegner fühle ich mich in der Friedenspartei zuhause“, sagte er. Im März 2010 trat er bei den Linken ein. Bis dahin hat der 57-Jährige lange mit den Grünen sympathisiert. Zuletzt habe er sein Kreuz bei Wahlen allerdings schon 2004 bei den Grünen gemacht.

Zurzeit arbeitet Samieske als Logistiker bei Volkswagen in Salzgitter. „Eine klassische Arbeiter-Position“, sagte er. Samieske ist ledig, hat keine Kinder. Obwohl er in Salzgitter aufgewachsen ist, ist ihm das Peiner Land bestens bekannt. Denn schon in seiner Lebenstedter Zeit hatte er viele Freunde in Vechelde und Lengede. Vor 17 Jahren zog es ihn nach der Liebe wegen nach Duttenstedt.

Als Landrat möchte Samieske vor allem die Bildungslandschaft im Landkreis verändern und stärken. Dazu gehört für ihn zum Beispiel, die Gruppenstärke oder Klassenstärke in Kindergärten und Schulen zu reduzieren. „Als Landkreis müssen wir dort mehr Sozialarbeiter beschäftigen“, sagte er. Samieske kann sich sogar den Einsatz von Psychologen dort vorstellen. Sein Ziel ist es, frühzeitig zu erkennen, wenn bei Kindern und Schülern ungewöhnliche Auffälligkeiten zutage treten. „Dem müssen wir entgegen wirken“, sagte er. Letztlich sollten die Kinder intensiver betreut werden, ohne dass dies zulasten der Lehrer und Erzieher geht, damit diese ihre Arbeitskraft zum Wohl der Kinder und Schüler einsetzen können.

Als Kommunalpolitiker ist ihm aber auch die öffentliche Daseinsvorsorge wichtig. Eine Privatisierung der Abfallwirtschaft ist mit Samieske nicht zu machen - im Gegenteil: Sein Ziel ist es, den öffentlichen Personennahverkehr zu rekommunalisieren, damit die hiesige Politik mehr Gestaltungsspielräume bekommt. Eine weitere Forderung des Linken: Das Klinikum Peine muss wieder in die Hände des Landkreises zurück!

Für die Wirtschaft will Samieske ein attraktives Umfeld schaffen. Finanzieren will er die Projekte über eine höhere Gewerbeabgabe, was ansässige Betriebe zunächst nicht freuen dürfte. „Aber letztlich profitieren sie am Ende auch von einem attraktiveren Umfeld und der dadurch gestärkten Kaufkraft in der Region“, sagte er.

Samieske spricht sich gegen weitere Flächenversiegelung aus und will vor allem Baulücken innerorts schließen, zum Beispiel, indem dort Anreize zum Bau von Mehrfamilienhäusern geschaffen werden. Zudem ist es ihm wichtig, mehr Transparenz in den Kreistagssitzungen zu schaffen, zum Beispiel indem die Bürger häufiger die Gelegenheit erhalten, sich zu einzelnen Tagesordnungspunkten direkt zu äußern.

Zum umstrittenen Thema des Kreishaus-Neubaus sagte Samieske: „Es wäre wünschenswert gewesen, wenn Stadt und Landkreis eine Einigung gefunden hätten.“ Allerdings will er das Projekt jetzt nicht ausbremsen, vor allem um den Bau des Lindenquartiers wie geplant nicht zu gefährden.

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