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Samet Yilmaz: Von Peine nach Lloret

Peine Samet Yilmaz: Von Peine nach Lloret

Peine. Als „DJ Uncle S“ ist der 20-Jährige Samet Yilmaz am Plattenspieler in der ganzen Bundesrepublik unterwegs. Heute Abend legt der angehende Gymnasiallehrer heiße Tracks seiner ersten „Europe Summer Tour“ im spanischen Lloret de Mar auf. Heute stellt er sein Hobby im neusten Teil der PAZ-Serie vor.

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Samet Yilmaz ist ein Senkrechtstarter: Mit 16 Jahren ist er DJ geworden, heute tritt er sogar in Spanien auf.

Quelle: mgb

Im Prinzip ist der 20-Jährige ein ganz normaler Student, der noch bei seinen Eltern in Peine wohnt. Tagsüber trifft er sich mit Freunden und spielt Fußball im Verein, des Nachts mischt er gehörig die Clubszene auf. Immer mit dabei: Seine farbigen Schallplatten mit dem Logo „DJ Uncle S“ und sein Mac Book, auf dem Tausende Titel förmlich darauf warten, per Schallplatte von der Datei zum Leben erweckt zu werden.

Die Schallplatten sind übrigens eine Nummer für sich und nicht zu vergleichen mit den damals teuren Vinyls der hiesigen Platten-Fachgeschäfte. Wo früher einmal Rillen gefräst waren, ist heute nämlich ein Timecode. Und die abgespielte Musik kommt in Wirklichkeit von der Festplatte des Laptops. Zwischen ihr und den Plattenspieler ist ein kleines Kästchen geschaltet, in dem man während einer Show die Songs zwischenlagert und sie dann von dort aus mit der Schallplatte ansteuert. Die Schallplatte ist also für den 20-Jährigen eine Art Maus, mit der er durch rhythmisches Hin- und Herbewegen bestimmte Töne erzeugen kann. Im Musikjargon spricht man dann vom „scratchen“, „rewinden“, „backspinnen“ und „pitchen“.

„Mit dem ‚scratchen‘ angefangen habe ich mit 16 Jahren. Meine Eltern waren gar nicht begeistert, weil die Geräte nicht gerade günstig war“, erinnert sich Yilmaz und fügt lachend hinzu: „Mittlerweile unterstützen sie mich aber und waren auch schon bei einigen Auftritten dabei.“ So war er unter anderem bereits bei großen Festivals wie „Rock im Allerpark“, „Holi“ und zuletzt beim ausverkauften „Spash“. Zuletzt durfte er auch den deutschen Hip-Hop-Star Materia bei einem Auftritt unterstützen.

Über schlecht besuchte Shows kann sich Yilmaz also nicht beklagen. Auch ohne namhafte Künstler konnte sich der Peiner schon oft vor einer riesigen tanzenden Menschenmenge feiern lassen, sobald er den Bass härter aufgedreht hat.

„Einmal ist mir aber wirklich etwas richtig Peinliches passiert“, verrät der Hobby-DJ. „Die Musik hat durch einen Fehler kurz ausgesetzt, weshalb alle sofort auf das DJ-Pult gestarrt und sich gewundert haben, dass ich nicht mehr vor Ort war.“ Was der Menge nicht aufgefallen war: Yilmaz hatte sich sofort unter das DJ-Pult gebückt, um die Musik unbemerkt wieder aufzudrehen. „Dann bin ich plötzlich wieder aufgestanden - und es sah fast so aus, als hätte ich mir kurz was zu trinken geholt“, scherzt er.

Solch einen Fauxpas will er aber in Zukunft nicht erleben, denn für das nächste Jahr hat sich der Peiner etwas Großes vorgenommen: Er will an den „World DJ Championchips“, auch bekannt als „Red Bull Thre3style“, teilnehmen und natürlich gewinnen. Aber jetzt muss er erst einmal seine zehntägige Europa-Tour beenden.

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