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Salzgitter: Kein überbordender Optimismus

Stahlkonzern Salzgitter: Kein überbordender Optimismus

Salzgitter. Trotz zuletzt solider Zahlen warnt Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter AG vor allzugroßer Euphorie. Das wurde heute bei der Hauptversammlung bekannt.

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Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter wagt sich trotz zuletzt solider Zahlen über vorsichtigen Optimismus nicht hinaus. Es sei "noch eine harte Wegstrecke in Richtung allseits zufriedenstellender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit", sagte der Vorstandsvorsitzende Heinz Jörg Fuhrmann am Donnerstag bei der Hauptversammlung in Braunschweig. Aufsichtsratschef Rainer Thieme ergänzte: "Wir haben noch lange keinen Anlass, übermütig zu werden." Fuhrmann verwies auf Überkapazitäten in einigen Produktsegmenten der EU-Stahlbranche und in China. Dennoch zeigte er sich optimistisch. "Insgesamt hat sich die konjunkturelle Situation gegenüber dem Vorjahr geringfügig verbessert", sagte er. Es blieben aber Unsicherheiten im Nahen und Mittleren Osten. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Konzern bei stagnierendem Umsatz mit einem Ergebnis vor Steuern im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich (2014: minus 32 Millionen Euro). Trotz des guten ersten Quartals sei keine optimistischere Prognose angebracht, betonte Fuhrmann. Grund seien die Sanierung eines Hochofens und der recht fragile europäische Stahlmarkt. Der MDax-Konzern hatte in den ersten drei Monaten des Jahres unter dem Strich 32,7 Millionen Euro Gewinn eingefahren, nach einem Verlust von 13,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die finanzielle Lage des Konzerns bezeichnete Fuhrmann als "kerngesund". Die Aktionäre zeigten sich zufrieden. "Es ist eine Politik der kleinen, mühsamen Schritte. Aber es gelingt", sagte Markus Neumann von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SDK). " Salzgitter ist auf einem guten Weg", bekräftigte Alexander von Vietinghoff-Scheel von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Dem Konzern kommt auch zugute, dass er nun doch 150 000 Tonnen Stahlrohre für die zwischenzeitlich auf Eis gelegte Gaspipeline zwischen Russland und Europa liefert. Es werde zeitnah über die Abwicklung verhandelt und dann die Produktion wieder aufgenommen, sagte Fuhrmann. Der Auftrag werde etwa drei Monate Beschäftigung im Mühlheimer Europipe-Werk bringen. Salzgitter lässt dort die Rohre gemeinsam mit der Dillinger Hütte bauen. Von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen Steuerhinterziehung zeigte sich Fuhrmann unbeeindruckt. Man sei der festen Überzeugung, keine vorsätzlich falschen Angaben gemacht zu haben.

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