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Salzgitter AG will um den Erhalt des Standorts Peine kämpfen

Peine Salzgitter AG will um den Erhalt des Standorts Peine kämpfen

Braunschweig/Peine. Schlechte Nachrichten für die Aktionäre der Salzgitter AG auf der gestrigen Hauptversammlung in Braunschweig: Die Stahlkrise hat den Konzern im Griff, und dabei ist die Tochter Peiner Träger das größte Sorgenkind. Der Standort Peine sei aktuell nicht in Gefahr, betonten alle Beteiligten.

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Salzgitter AG: Die Stahlkrise hat den Konzern im Griff – und Peiner Träger ist das größte Sorgenkind.

Quelle: A

Bei NDR 1 Niedersachsen sagte Konzernchef Heinz Jörg Fuhrmann aber auch: „Wir werden um den Erhalt des Standortes kämpfen. Aus heutiger Sicht können wir das jedoch nicht garantieren, aber glauben Sie mir, wir kämpfen darum.“ Laut Konzernsprecher Bernhard Kleinermann sollen sofort Einsparungen und Umstrukturierungen umgesetzt werden (siehe Stellungnahme).

„Die Schuldenkrise als Kern des Übels dauert an“, erklärte Heinz Jörg Fuhrmann. Doch trotz Verlusten in den ersten drei Monaten sieht er nicht nur schwarz: „Wir sind finanziell gesund“, sagte er mit Blick auf die hohe Eigenkapitalquote. Ein Umbau soll Deutschlands zweitgrößten Stahlhersteller mit seinen rund 25 000 Beschäftigten und mehr als 200 Tochterfirmen fit für die Zukunft machen.

Einzelheiten zum angekündigten Sparprogramm „Salzgitter 2015“ gab Fuhrmann auch bei dem Aktionärstreffen nicht preis. Zunächst stünden Verhandlungen mit Aufsichtsrat, Betriebsrat und den Gewerkschaften an. „Es entspricht guter Sitte, vor Beendigung dieser internen Gespräche keine Details zu veröffentlichen“, sagte der Chef. Beim größten Sorgenkind des Konzerns, Peiner Träger, sorgt sich der Betriebsrat derzeit um 183 Arbeitsplätze.

Der Stahlkonzern hatte im letzten Jahr einen Verlust von 99,8 Millionen Euro ausgewiesen nach einem Überschuss von 236 Millionen (2011). Auch im ersten Quartal 2013 schrieb das Unternehmen rote Zahlen. Fuhrmann zufolge drücken die südeuropäischen Länder ihre Produkte verstärkt in den mittel- und nordeuropäischen Markt, weil ihnen der Heimatmarkt in der Krise weggebrochen ist. In Spanien sei zum Beispiel fast die gesamte Baubranche zum Erliegen gekommen und damit als Kunde weggefallen. In Übersee, vor allem in China, boome dagegen das Stahlgeschäft. Die Erzpreise würden in Asien festgelegt. „Für das kriselnde Europa gibt es keinen Sozialtarif“, sagte Fuhrmann. Auch die hohen Energiepreise belasten das Unternehmen. „Schon heute tragen wir pro Tonne Stahl rund 25 bis 30 Euro Umweltkosten, die andere nicht oder nur zum Teil haben“, kritisierte er.

Die Aktionäre wählten auch die Mitglieder des Aufsichtsrates für die Kapitalseite. Neu in das Gremium kommt unter anderem der Ex-Personalchef des Unternehmens und jetzige niedersächsische Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD). Volkswagen-Chef Martin Winterkorn trat nach 15 Jahren nicht wieder an. Als Grund nannte Aufsichtsratschef Rainer Thieme die vielen Verpflichtungen des Managers.

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