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Salzgitter AG: Fuhrmann will Vorstand verkleinern

Peine/Salzgitter Salzgitter AG: Fuhrmann will Vorstand verkleinern

Peine/Salzgitter. Jetzt ist es Fakt: Der Stahlkonzern Salzgitter AG streicht angesichts der Krise zwei von fünf Vorstandsposten und sortiert die Konzernsparten neu.

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Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, will die Konzernspitze verkleinern und Peiner Träger retten.

Quelle: A

„Oberstes konzernleitendes Gremium“ solle künftig ein Kreis aus drei Vorstandsmitgliedern und den Leitern von fünf neuen Geschäftsbereichen sein, sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann dem Magazin „Wall Street Journal Deutschland“. Fuhrmann machte damit zum ersten Mal sein Konzept für eine neue Konzernstruktur öffentlich. Die Pläne will er am Donnerstag, 26. September, dem Aufsichtsrat zur Entscheidung vorlegen (PAZ berichtete).

Die Stahlkrise hat den Konzern voll getroffen: Seinen größten Verlustbringer, das Stahlwerk Peiner Träger, will jedoch die Salzgitter AG erhalten. „Ich behaupte, Peine ist zu retten“, sagte Fuhrmann. Dafür sei allerdings ein deutlicher Stellenabbau bei Peiner Träger mit derzeit rund 1100 Mitarbeitern unumgänglich. Insider gehen von 300 Stellen aus, die gestrichen werden. Der Grund: Die europäischen Stahlunternehmen leiden seit Jahren unter einer dramatischen Nachfrageschwäche.

Neben Heinz Jörg Fuhrmann selbst sollen Burkhard Becker und Michael Kieckbusch Mitglieder des Vorstands bleiben. Becker soll künftig die Verantwortung für Finanzen, Rechnungswesen und Controlling tragen. Kieckbusch bleibt zuständig für Personalthemen. Die Vorstandsposten von Wolfgang Eging und Heinz Groschke, die die Salzgitter AG aus Altersgründen in Kürze verlassen, werden dagegen nicht neu besetzt. Ihre Aufgaben im Röhren- und Handelsgeschäft will Fuhrmann auf die zweite Führungsebene verlagern. Salzgitter steht unter Veränderungsdruck, weil der Konzern wegen der anhaltenden europäischen Stahlkrise kein Geld mehr verdient: Das Unternehmen will mit einem „Salzgitter 2015“ genannten Restrukturierungsprogramm deshalb die Kosten um rund 200 Millionen Euro senken.

rd

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