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Salzgitter-AG-Chef Heinz Jörg Fuhrmann: Entwicklung bei Peiner Träger ist sensationell

Stahlkonzern Salzgitter-AG-Chef Heinz Jörg Fuhrmann: Entwicklung bei Peiner Träger ist sensationell

Peine/Braunschweig. Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller, die Salzgitter AG, sieht seine Branche nach hohen Verlusten an einer Talsohle angelangt. Diverse Unsicherheiten deuteten aber weiter darauf hin, dass eine spürbare Belebung noch lange auf sich warten lassen dürfte. „So weit ist es noch nicht. Das wird günstigstenfalls noch drei Jahre dauern“, sagte Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann gestern bei der Hauptversammlung in Braunschweig, wo er den Jahresbericht 2013 vorstellte

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Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, sprach bei der Hauptversammlung in Braunschweig. Bei der Stahlfirma Peiner Träger (r.) geht es bergauf.

Quelle: dpa

Zur Versammlung waren 600 Aktionäre und Aktionärsvertreter erschienen. Ein Hauptproblem für den Konzern ist laut Fuhrmann die kriselnde Tochterfirma Peiner Träger, die aber nach hohen Verlusten „geradezu sensationell“ eine schwarze Null im ersten Quartal 2014 erreicht habe.

Zu Peiner Träger erklärte der Chef: „Um es klar zu sagen: Die Ausgangslage in Peine war dramatisch, insbesondere, wenn man sich vor Augen führt, dass 2013 nur dort 68 Prozent des Konzernverlustes zu verorten waren.“ Doch man habe das Werk bewusst nicht geschlossen, „um unserer Verantwortung für das Unternehmen, seine Mitarbeiter und auch den Standort, die Stadt Peine, wahrzunehmen“.

Die Einschnitte bei Peiner Träger seien schmerzhaft gewesen, hätte sich aber gelohnt. Unter anderem wurden bei der Stahlfirma 300 Stellen gestrichen, jetzt gibt es noch 770 Arbeitsplätze. Und die Produktionskapazität der Stahlträger wurde auf eine Millionen Tonnen pro Jahr reduziert.

Wie geht es weiter bei der Salzgitter AG? „Mit anziehender Konjunktur - und danach sieht es ja derzeit aus - sollten sich die Rahmenbedingungen für den Stahlmarkt peu à peu verbessern und damit auch die Möglichkeiten zur Preisgestaltung“, sagte Fuhrmann. Zudem hätten schon einige Hersteller begonnen - darunter Weltmarktführer Arcelor Mittal - Kapazitäten aus dem Markt zu nehmen. „Das alles reicht aber auf kurze Sicht noch nicht aus, um die Balance im Markt wieder ins Gleichgewicht zu befördern.“ Wenn man optimistisch sei, könne man konstatieren, dass zumindest die Preis-Erosion weitgehend gestoppt zu sein scheint. Er warnte aber vor überzogener Euphorie.

INFO

Wichtigste Zahlen der Salzgitter AG

Der konsolidierte Umsatz des Stahlkonzerns Salzgitter AG verringerte sich laut Vorstands-Chef Heinz Jörg Fuhrmann als Folge niedriger Durchschnittserlöse für Stahlprodukte sowie gesunkener Versandmengen in den Unternehmensbereichen Röhren und Handel auf 9,2 Milliarden Euro. Der Verlust vor Steuern betrug 478 Millionen Euro, darin sind 185 Millionen Euro einmalige Sonderabschreibungen im Trägerbereich sowie 55 Millionen Euro Restrukturierungsaufwand enthalten. Der Verlust nach Steuern liegt bei minus 490 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2014 sind die Zahlen vor allem bei Peiner Träger besser, die Tochterfirma erzielt eine schwarze Null.

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