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SPD und Bürger wünschen sich Naturwald

Peine SPD und Bürger wünschen sich Naturwald

Der Appell ist klar: Umsichtiger mit der Natur umgehen. Das gelte auch für Baumfällungen in Peine - etwa im Herzberg, finden einige Fuhsestädter, die sich an die SPD-Stadtratsfraktion gewandt haben.

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Hoffen auf mehr Sensibilität im Umgang mit Baumfällungen (v.l.) – auch im Peiner Herzberg: SPD-Stadtratsmitglied Matthias Wehrmeyer, Natur-Experte Professor Hans Oelke, Ratsherr der Stadt Burkhard Zühlke (SPD) und Carola Wiehe.

Quelle: js

So auch Carola Wiehe: Sie hofft darauf, dass Peine - nach dem Vorbild anderer Städte - abgeholzte Bäume an bestimmten Orten nicht mehr abtransportiert, sondern das Totholz liegen lässt. Etwa in einem Naturwald (siehe Hintergrund): „Der Herzberg ist ein so aufgeräumter Wald. Würde man das Totholz liegen lassen, hätte das zahlreiche Vorteile. Man unterstützt damit zum Beispiel die Artenvielfalt.“

Das bestätigt der Peiner Naturexperte Professor Hans Oelke. „Altholz ist die Basis jedes Waldes. Lässt man das liegen, zersetzt sich das Holz und bietet mit seinen Mineralien den Untergrund für neue Bäume und eine große Artenvielfalt mit unterschiedlichsten Pilzen und Insekten.“

Die Vorgehensweise der Stadt, die geschlagenen Bäume abzutransportieren, mache den Herzberg zum „Sorgenkind erster Ordnung“. Oelke moniert: „Das ist wie ein Acker, den der Bauer nicht mehr düngt.“

Auch Mitglieder der SPD -Stadtratsfraktion setzen sich für einen bewussteren Umgang mit der Natur und den Baumfällungen ein. Ratsherr Matthias Wehrmeyer betont: „Wir müssen auch einmal hinterfragen, wie verfahren wird, und nicht damit argumentieren, dass es nun mal immer so gemacht wurde.“ Das findet auch SPD-Ratsherr Burkhard Zühlke. „Es wird viel zu wenig darüber nachgedacht, was man der Natur mit den Aufräumarbeiten antut. Wichtig ist doch aber gerade die Nachhaltigkeit in Bezug auf Umwelt und Naturschutz.“ Außerdem, so findet Zühlke: „Es stört doch keinen Menschen, wenn die gefällten Bäume zwischen den anderen Bäumen im Herzberg liegengelassen werden. Und es freut die Tierwelt.“

Eine Idee von Wiehe, Prof. Oelke und den SPD-Politikern: Die Verwaltung könne einen kleinen Teil des Herzbergs - oder aber auch des Heywood-Parks - zum Naturwald ausweisen. Denn in solchen Bereichen ist die Entnahme von Holz untersagt.

js

Das ist ein Naturwald: Ausgewiesene Naturwald-Flächen gibt es auch in der Nähe von Peine, etwa in Hannover. Teile der Eilenriede sind dort als Naturwald deklariert.

Das bedeutet, dass etwa die Entnahme von Holz sowie andere forstwirtschaftliche Nutzungen untersagt sind. Ein Naturwald wird im Wesentlichen der natürlichen Entwicklung überlassen, es entstehen im Idealfall urwaldähnliche Strukturen.

Nach Angaben des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fördert Alt- und Totholz in Naturwäldern die Artenvielfalt, denn viele Tierarten seien darauf angewiesen. Das entnommene Holz fehle zudem den Waldböden, die im Naturwald durch sich zersetzendes Holz geprägt seien.

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