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SPD fordert Kompetenzzentrum für Biokohle im Peiner Land

Kreis Peine SPD fordert Kompetenzzentrum für Biokohle im Peiner Land

Kreis Peine. Die Forschung zur Biokohle soll im Peiner Land fortgesetzt werden, das forderte jetzt die SPD auf Unterbezirksebene. Auf dem Ilseder Hüttengelände läuft zurzeit ein Forschungsreaktor, in dem aus Gär- und Pflanzenresten Biokohle entsteht (PAZ berichtete).

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In diesen Containern findet auf dem Ilseder Hüttengelände zurzeit die Biokohle-Forschung statt. Das Foto entstand bei der Anlieferung.

Quelle: A

Das aktuelle Projekt läuft jedoch Ende des Jahres aus, sagte der Biokohle-Experte Reinhard Voges vor den Sozialdemokraten. „Deshalb fordern wir alle Entscheidungs- und regionalen politischen Mandatsträgern in Kreistag, Regionalversammlung, Landtag, Bundestag und EU-Parlament auf, sich intensiv und schnell gegenüber der Landesregierung Niedersachsen für ein Folge-Projekt ab 2015 einzusetzen“, sagte der Peiner SPD-Unterbezirks-Chef Gerd Meister.

Die Forschung wird auch in anderen Bundesländern gefördert. Analog dazu solle in Peine ein Kompetenzzentrum für Biokohle entstehen. Der Standort in Peine biete sich nicht nur wegen des Forschungsreaktors an, sagte Meister.

Der Reaktor in Groß Ilsede hat rund 400 000 Euro gekostet. Der Durchsatz ist mit rund 100 Litern pro Tag noch sehr bescheiden. Die kreiseigene Wirtschaftsförderung Wito unterstützt das Projekt. Wito-Geschäftsführer Gunter Eckhardt versicherte: „Es handelt sich um einen kleinen Forschungsreaktor.“ Das gesamte Projekt wird mit 2,3 Millionen Euro vom Land Niedersachsen unterstützt, und bereits zum Ende des Jahres läuft die Förderung aus.

Biokohle wird dabei aus Klärschlamm oder den Gärresten aus Biogas-Anlagen gewonnen. Voges hatte erklärt, dass in Aachen bereits Wissenschaftler daran arbeiten, Biokohle in Elektro-Stahlwerken einzusetzen. Für Peine biete sich dabei ein ideales Stoff-Kreislauf-Konzept, wenn in den Stahlwerken Biokohle zum Einsatz komme. Das könne obendrein aus EU-Förderprogrammen gefördert werden. „Wegen der hohen Innovationskraft ließe sich die Zukunft unseres Stahlstandortes noch mehr sichern“, zeigte sich Meister von der Idee sehr angetan.

Die Peiner Sozialdemokraten hoffen nun auf die Unterstützung der rot-grünen Landesregierung für das Projekt. „Wir haben die Chance, dass in Peine ein ökologisches Vorzeige-Projekt mit bundesweiter Beachtung entstehen kann“, sagte Meister.

pif

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