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SPD-Ratsherr kritisiert Fehlentscheidung

Peine SPD-Ratsherr kritisiert Fehlentscheidung

Peine. Bitter enttäuscht von ihrer eigenen Partei sind die Peiner Sozialdemokraten Pinar Ünal und Mehmet Turan (Ratsherr). Beide denken über einen Parteiaustritt nach, da sie das Vertrauen in einige SPD-Mitglieder verloren haben. Turan (49) spricht sogar davon, dass „die Peiner Migranten Opfer einer Fehlentscheidung der SPD geworden sind“.

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Quelle: Archiv

Was ist passiert? Bei der SPD-Listenwahl für den Peiner Rat sollte eigentlich Pinar Ünal (29)den Platz 3 im Wahlbereich II sicher haben, doch da die Peinerin mit Migrationshintergrund nicht beim Treffen erschien, wurde sie während einer hitzigen Debatte von der Liste gestrichen. Bei Nichterscheinen des Kandidaten ist das vorgeschrieben. Danach gab es einen stundenlangen Streit innerhalb der SPD um die besten Listen-Platzierungen (PAZ berichtete).

Ünal sagt dazu: „Mehmet Turan, der aus beruflichen und privaten Gründen aus dem Rat ausscheidet, hat mich gefragt, ob ich nicht bei der Wahl am 11. September als SPD-Kandidatin antreten wolle - vor allem als Ansprechpartnerin für die vielen Migranten in Peine. Ich habe zugesagt, doch schon beim ersten Treffen des SPD-Ortsvereins Kernstadt wurde der mir versprochene Listenplatz 3 infrage gestellt.“ Man habe sie gebeten, einen hinteren Platz zu akzeptieren. „Das war für mich ein Vertrauensbruch, denn ich fühlte mich nicht mehr willkommen“, so die BWL-Studentin.

Ünal habe die Einladung für die Listenwahl schlichtweg übersehen, „da ich mich aktuell im Bachelor-Stress befinde und die Mail aus noch ungeklärter Ursache in meinem Spam-Ordner gelandet ist“. Trotzdem hätte sich die 29-Jährige als „Politik-Anfängerin“ gewünscht, „dass man mich auch telefonisch auf den wichtigen Termin hingewiesen hätte“. Doch das sei leider nicht geschehen, und deswegen bleibe ein fader Beigeschmack. Ünal stelle sich schon die Frage: „Wollte man mich nicht?“ Und was Mehmet Turan noch schlimmer findet: „Von den Peiner Migranten, die immerhin 25 Prozent der Bevölkerung stellen, wird in der neuen SPD-Ratsfraktion niemand mehr vertreten sein. Das ist eine Fehlentscheidung, die mich sehr enttäuscht.“ Das Gefühl, im Rat nicht vertreten zu sein, „ist rein psychologisch betrachtet eine politische Niederlage nicht nur für die SPD, sondern für die Stadt Peine“.

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