Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Rohrbruch: Peiner Land ohne Wasser

Tausende Haushalte betroffen Rohrbruch: Peiner Land ohne Wasser

Mehrere Tausend Haushalte im Peiner Land bekamen gestern die Folgen eines Wasserrohrbruchs in Telgte zu spüren. Stundenlang kam aus vielen Wasserhähnen entweder gar kein Wasser oder nur mit sehr niedrigem Druck. Bei dem Rohr handelte es sich um die „Hauptschlagader“ des Peiner Wasserleitungsnetzes.

Voriger Artikel
Ja sagen und die Frühlingssaison eröffnen
Nächster Artikel
Anbaden am Gefrierpunkt

Die Arbeiten an der Ziegelei zogen sich gestern bis in den Abend hin.

Quelle: kn

Peine. Eine Wasserfontäne, die gestern früh zwischen 6 und 7 Uhr aus einem Kanaldeckel an der Ziegelei in Telgte schoss, kündigte das Debakel an. Wenig später stürzte die Straßendecke ein und Wassermassen ergossen sich auf die Straße.

Nach dem Bruch einer Haupttransportleitung, die direkt mit dem Wasserwerk in Burgdorf verbunden ist, hatten mehrere Tausend Haushalte im Landkreis Peine vorübergehend entweder gar kein Wasser mehr oder es tröpfelte nur aus der Leitung. Betroffen waren das Stadtgebiet, aber auch mehrere umliegende Ortschaften wie das zwölf Kilometer entfernte Wendeburg.

Gegen 7 Uhr schlug die automatische Warneinrichtung des Wasserverbandes Peine Alarm. „Das System springt an, wenn übermäßig viel Wasser aus dem Wasserwerk in Burgdorf gepumpt wird“, erklärte Michael Wittemann, stellvertretender technischer Leiter des Wasserverbands.

Die Ursache für den Rohrbruch sei nicht eindeutig feststellbar. Wittemann tippt aber auf Materialermüdung. Die in Telgte verlegten Eisengrauguss-Leitungen mit einem Durchmesser von einem halben Meter seien Ende der 50er-Jahre eingebaut worden. Durch die „Hauptschlagadern des Peiner Wassernetzes“ fließt das Wasser mit einem Druck von bis zu sieben Bar.

Fast zeitgleich mit der Alarmierung gingen erste Telefonanrufe von Anwohnern, die den Rohrbruch bemerkt hatten, bei der Polizei und beim Wasserverband Peine ein. Mitarbeiter des städtischen Bauwirtschaftshofes sperrten die Gefahrenstelle zwischen der Kreuzung Vöhrumer Straße / An der Ziegelei und der Falkenberger Straße ab und streuten Sand, um zu verhindern, dass das Wasser gefriert. Beim Wasserverband Peine klingelte das Telefon gestern ab 7 Uhr pausenlos.

„Ich dachte zuerst es regnet“, sagte Anwohnerin Anneliese Plate. Sie will den Wasserrohrbruch bereits gegen 5.45 Uhr bemerkt haben. Aber erst später, als sie die Haustür ihres tiefer gelegenen Hauses öffnete, sei ihr klar geworden, dass etwas nicht stimmt. Da stand das Wasser aber schon zehn Zentimeter hoch auf der Straße.

Das beschädigte Teilstück des Rohres wurde zunächst vom Netz abgeklemmt und das Wasser teilweise über Schläuche umgeleitet. „Bei minus sieben Grad war das nicht ganz unproblematisch. Das Wasser darf ja nicht stehen, weil es sonst sofort gefriert“, sagte Wittemann. Die Wasserversorgung war innerhalb einer halben Stunde wieder hergestellt, allerdings mit leicht geringerem Druck. In einigen Haushalten kam es zu Eintrübungen im Trinkwasser.

Die Arbeiten an der Ziegelei zogen sich gestern bis in den Abend hin. Die geplatzte Leitung musste zunächst freigelegt und dann ersetzt werden. Die Straße bleibt vorerst für den Verkehr gesperrt.

Michael Lieb

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

157d6b0e-8102-11e7-8a9d-ecf16cf845db
„Begehbare Kunst!“: Impressionen von der Vernissage

In seinem Atelier 53 in Groß Ilsede interpretiert Fritz Lutz mit Teppichstücken Werke namhafter Künstler.

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung